Schluss mit Kapuzenpulli – das Bewerbungsgespräch

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Endlich fertig mit dem Studium. Das Ende der Zeit an der Universität bedeutet für die meisten von uns einen noch größeren Einschnitt als das Ende der Schulzeit. Der neue Alltag sieht für viele jetzt deutlich strukturierter aus: früh aufstehen, feste Arbeitszeiten von Montag bis Freitag, Dresscode auf der Arbeit, aber auch ein wohlverdienter Feierabend nach der Arbeit, wenn so manch einer vorher noch bis spät in die Nacht mit Lernen beschäftigt war. Die erste Hürde, die auf dem Weg zum neuen Lebensabschnitt genommen werden muss, ist allerdings immer das Bewerbungsgespräch.

„Seien Sie einfach ganz natürlich!“

Natürlich sein, das klingt nicht schwer. In einer künstlichen Situation einen natürlichen Eindruck zu erwecken, kann aber ganz schön schwierig sein. Man sollte sich dabei aber immer vor Augen halten, dass das Gegenüber auch nur ein Mensch ist und natürlich weiß, wie aufgeregt man ist. Wer in einem Bewerbungsgespräch nicht vorgibt, jemand zu sein, der man nicht ist und sein Gegenüber respektvoll behandelt, kann nicht viel falsch machen und wirkt sympathisch. Das ist in den meisten Jobs von Vorteil, auch wenn natürlich die fachliche Kompetenz ebenfalls vorhanden sein muss.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Am besten notiert man sich im Vorfeld ein paar Fragen auf einem Block, z.B. zu den genauen Aufgaben in der zu besetzenden Position, Arbeitszeiten, Einarbeitungs- und Probezeit, Urlaub und Gehalt. Diese Liste während des Gesprächs offen vor sich liegen zu haben, wirkt außerdem organisiert, und man kann sich bei Bedarf schnell Notizen machen. Auch auf typische Fragen der Personaler sollte man sich im Vorfeld vorbereitet haben. DieSüddeutsche Zeitung hat hierzu eine gute Übersicht zusammengestellt.

Suit up!

Vor einiger Zeit haben wir schon einmal berichtet, worauf man klamottentechnisch beim Bewerbungsgespräch achten sollte. Wie schon damals beschrieben, kommt es bei der Kleidungswahl immer auf den Arbeitgeber an. Die allerwichtigste Regel lautet immer: Die Klamotten müssen vor allem ZU einem passen, ebenso wie der Job. Wer etwas trägt, in dem er sich gar nicht wohl fühlt, nur um dem Arbeitgeber zu gefallen, fällt schnell auf die Nase, denn auch das Gegenüber sieht, ob man sich wohlfühlt. Passt der Aufzug nicht zu einem, passt vielleicht auch der Arbeitgeber nicht. Während Frauen zwischen Rock und Bluse/Blazer und Hosenanzug viel Spielraum haben, sind Männer meistens mit einem Anzug in modernen Schnitten und Farben, wie man sie bei anzuege.de findet, am besten beraten. Dieser muss nicht zwangsläufig schlicht schwarz sein, dezente Muster können dabei helfen, im Gedächtnis zu bleiben. Hauptsache, die eigene Persönlichkeit bleibt im Vordergrund.

Das richtige Timing zählt

Der Gesprächspartner im Bewerbungsgespräch muss versuchen, sein Gegenüber in dieser kurzen Zeit so gut wie möglich kennenzulernen. Dabei muss er zwangsläufig von seinen ersten Eindrücken auf die ganze Person schließen. Wer also zu spät zum Vorstellungsgespräch kommt, kommt auch zu spät zur Arbeit. Wer sich damit entschuldigt, dass so etwas nie vorkommt, sucht gerne nach Ausreden. Deshalb ist es wichtig, einen großzügigen Zeitpuffer vor dem Gespräch einzuplanen. Ist man doch eine halbe Stunde oder mehr zu früh dran, kann man diese Zeit beispielsweise auch dazu nutzen, die eigenen Fragen noch einmal durchzugehen oder einfach bei einem Tee oder Kaffee die oftmals überflüssige eigene Unsicherheit zu bekämpfen, zur Ruhe zu kommen und dann entspannt ins Gespräch zu gehen.

Bildquelle: Alex France unter cc-by-sa 2.0