Metaverse & Facebook: Social-Media-Revolution, aber zu welchem Preis?

Was ist das Metaversum und wie könnte es das Internet revolutionieren? Bild: Unsplash

2,81 Milliarden Nutzer*innen klicken und scrollen sich täglich durch eine Anwendung oder Website, die unter den ehemaligen Facebook-Konzern fällt. Damit ist es eines der größten Unternehmen in der gesamten Menschheitsgeschichte. Doch seit Ende Oktober ist der sogenannte Facebook-Konzern, der unter anderem auch Instagram und Whatsapp aufkaufte, passé. Zumindest auf dem Papier. In einer Presseveranstaltung verkündete Gründer Mark Zuckerberg, dass sein Unternehmen von nun an „Meta“ heißt, da die Produkte inzwischen zu divers geworden seien, um sie unter dem alten Namen zu vereinen. Kritiker*innen vermuten dahinter eher einen Versuch, sich von dem angeknacksten Image zu lösen, welches durch Whistleblower zuletzt noch mehr Schaden genommen hatte. Im Zentrum steht von nun an das „Metaverse“, was zunächst aber mehr nach Science-Fiction als Realität klingt – gerade bei den Internetverbindungen in Deutschland. Aber was ist überhaupt der Plan?

Was ist das Metaverse?

„Wir sind eine Firma, die sich darauf konzentriert, Menschen zusammenzubringen“, beginnt Mark Zuckerberg seine Rede zur Zukunft des Konzerns Meta. „Einer der Gründe, warum ich Facebook gegründet habe, war, dass man zu jener Zeit im Internet fast alles finden konnte (…). Außer, was am meisten zählt: Menschen. Und der nächste Schritt ist das Metaverse.“

Und dieser nächste Schritt ist, – so kündigt es Zuckerberg zumindest an, – nicht weniger als das Internet von Grund auf revolutionieren. Im Metaverse sollen den Usern virtuelle Räume zur Verfügung gestellt werden, die man gemeinsam mit Freunden erstellen und besuchen kann. Mittels Augmented Reality (erweiterter Realität) und Virtual Reality (virtuelle Realität) soll man zusammenarbeiten, spielen oder sich austauschen können und bestehende Distanzen überwinden. Das könnte dann konkret so aussehen, dass man sich eine extra angefertigte Brille aufzieht und einen dreidimensionalen Avatar eines Bekannten vor sich stehen sieht. Eine ähnliche Technologie wird beispielsweise schon bei manchen Möbelherstellern verwendet, auf deren Seiten man per Handy anschauen kann, wie sich denn das neue Sofa im Wohnzimmer machen würde. 

Meta möchte aber noch einen Schritt weiter gehen. Ein Forschungsteam arbeitet aktuell an einer Art Handschuh, mit dem man einerseits Handbewegungen von Nutzer*innen präzise erfassen kann, andererseits aber auch haptisches Feedback simulieren will, wenn ein virtueller Gegenstand berührt wird. Natürlich ist gerade Letzteres nun wirklich Zukunftsmusik und mit einer Markteinführung ist erst in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren zu rechnen. 

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.