Warum das Oktoberfest viele Münchner nur noch abfuckt

Wiesn Oktoberfest München

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Jährlich strömen Millionen von Menschen aus allen Kontinenten dieser Welt auf die Theresienwiese. Als Münchner wächst man mit der „Wiesn“ auf. Gelockerte Schulzeiten, ein bisschen mehr Taschengeld der Eltern und ein exorbitanter Vollrausch sind da Programm. Nachdem die jugendliche Neugier über die Zeit immer mehr verschwindet, gelangt der eine oder andere an folgendem Punkt an: Das Oktoberfest nervt.

Der Schmutz

Ich habe ein Jahr direkt an der Theresienwiese, Schauplatz des Oktoberfests, gelebt. Während der Starkbier Off-Season ist diese Gegend einfach wundervoll. Kleine Cafés, eine familiäre und ruhige Nachbarschaft und eine große Fläche zum Spazieren, Joggen und abhängen. Sobald der Bürgermeister zum ersten Wiesn-Samstag das berühmte „O´zapft is“ ausruft und das Starkbier zu fließen beginnt, startet gleichmäßig die systematische „Vermüllung“ der Stadt. Öffentliches Urinieren ersetzt den gewöhnlichen Gang aufs Klo, das „große Geschäft“ lässt sich in dem ein oder anderen Vorgarten erriechen und der säuerliche Duft von Erbrochenem weht durch die Innenstadt.

Da sind einem die Alkoholleichen der sogenannten „Kotzwiese“ doch lieber. Für die Leute in unmittelbarer Nähe der „Wiesn“ sind diese zwei Wochen der absolute Horror. Der kleine Camping-Ausflug dreier Italiener, die sich über Nacht den Hof des Hauses als neue Bleibe und Klo ausgesucht haben, hat mir dann den Rest gegeben. „Ist doch lustig“, wurde mir von diversen Fans und notorischen Bierzelt-Besuchern entgegen geworfen. Nein, ist es nicht. Zu jeder anderen Jahreszeit ist dieses Verhalten absolut unangebracht, illegal und ekelhaft. Nach zahlreichen Gesprächen mit meinen Nachbarn stellte sich heraus, dass ich nicht der Einzige bin, dem so ein Fall widerfahren ist. Wer sich selber ein Bild davon machen möchte, kann einfach mal die Seite www.muenchenkotzt.de besuchen.

Comments
  • Ursula Schneider

    Überlasst die Wiesn doch den Primitivos aus dem In- und Ausland. Geht auf kleinere und kontrollierbare Feste in eurer Nähe.

    03/10/2019
  • Andreas

    Man kann jetzt natürlich denken, dass ich garnicht mitreden kann, weil ich ehrlich gestehen muss, dass ich noch nie auf dem Oktoberfest war, aber die Seite „muenchenkotzt.de“ kenne ich, da habe ich auch mal hinein geschaut und über die asozialen, ekelhaften und geradezu perversen Szenen, welche die Bilder zeigen sowie über deren Veröffentlichung, kann man geteilter Meinung sein, aber ich finde es gut, dass in Bild und teilweise Wort verdeutlicht wird, wie asozial das Münchner Oktoberfest wirklich ist.
    Man verkauft das Oktoberfest in den Medien immer so gut, dabei ist es doch nur ein „deutscher Ballermann“, mit vier „ei“-Endungen: Sauferei, Fresserei, Kotzerei, Schlägerei und Bumserei, mehr ist es nicht! Zu dem asozialen „Fäkalienverhalten“ kommen dann noch die Gewalttaten, meist in Form von Schlägereien (wie bereits erwähnt) dazu, man muss nicht dort gewesen sein um den Bildern und Texten Glauben zu schenken, auch im Fernsehen sah ich mal einen Bericht zu der negativen Seite des Oktoberfestes und die Anwohner in näherer Umgebung des Geschehens, sind nur zu bedauern. Ein hoher Zaun, mit Stacheldraht als oberer Abschluss und dann noch Strom drauf, wären wohl die beste Lösung zum Schutz der Privatgrundstücke, die entweder als Toilette oder als „Freudenhaus“ missbraucht werden!
    Die vollkommen überteuerten Preise und allem voran aber diese asozialen Sauereien, halten mich davon ab, das Oktoberfest zu besuchen, denn ich, aus dem Saarland kommend und auch dort lebend, verbringe meine Urlaube immer bei einer Bekannten, so auch zu der „Wiesn“-Zeit, wenn ich meinen Herbsturlaub habe. Meine Bekannte wohnt im Raum Neu-Ulm, sodass es vielleicht noch 150 km bis München sind, die ich mir wegen all den negativen Dingen, die dort geschehen, erspare, sonst hätten wir dieses Fest durchaus mal besucht.
    Ein Rätsel sind für mich auch die Besuche vieler Promis auf dem Oktoberfest, wovon man natürlich berichtet um den „Marktwert“ des Festes zu erhöhen, natürlich sind die Promis in einem separaten Zelt untergebracht, für den „Normalo“ nicht zu erreichen, aber auch die Promis müssen doch nach Hause oder in ein Hotel gehen und müssen ebenso um die Kotz- und Urinlachen gehen, den Gestank riechen und das asoziale „Elend“ sehen, sie können auf dem Heimweg ja nicht fliegen und einen speziellen Ausgang, fern von allen Sauereien, haben sie auch nicht. Aufgrund dieser Tatsache, kann ich die Promis, die dieses Fest überhaupt besuchen, nicht verstehen, das würde mich anwidern und ich bewege mich in bürgerlichen Kreisen, doch selbst ich tue mir das nicht an und die „feinere Gesellschaft tut es? Für mich nicht nachvollziehbar. Klar, sind Stars jeglicher Art keine Heiligen und auch unter ihnen gibt es GERADE wegen des vielen Geldes, genügend „Schlagzeilenreiter“ mit Alkohol- und Drogenexzessen, aber es wundert mich dennoch, dass diese feinere, gehobenere Gesellschaft sich so einen Dreck wie das Münchner Oktoberfest antut!

    19/09/2019
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