Corona-Impfung: Der Streit um Schwangere

Schwangere Frau hält ihren Bauch

Impfen und Schwangerschaft – verträgt sich das? 

Die Antwort vieler Länder? Impfen was das Zeug hält, auch oder gerade besonders die Schwangeren – Länder wie Israel oder sogar Nachbarland Frankreich machen es vor. In Deutschland herrscht allerdings noch Zurückhaltung, zu groß ist die Sorge, dass Schwangerschaft und Impfung unvereinbar seien. 

Gegenüber dem ARD-Magazin Kontraste widerspricht Ekkehard Schleußner, Professor für Geburtshilfe an der Universität Jena und Direktor der dortigen Frauenklinik. „Ich höre das immer wieder, aber das ist völlig falsch.“ Er fordert, dass Schwangere priorisiert geimpft werden sollten, wenn der Wille da ist.  

Auch der Virologe Christian Drosten versucht zu beruhigen und fasst eine Studie des „New England Journal of Medicine“ zusammen, die mehr als 35.000 schwangere Frauen in den USA untersuchte. So sei die Impfung für Schwangere „im Prinzip kein Risiko“, rufe aber vermehrt Impfreaktionen wie beispielsweise einen schmerzenden Arm hervor. 

Dem entgegen steht die (noch) fehlende Empfehlung der Ständigen Impfkommission, kurz STIKO. Diese besagt, dass bislang nur Schwangere mit Vorerkrankungen nach entsprechender Abwägung geimpft werden sollen. 

So bleibt erst einmal nicht viel, als die in den letzten Monaten kursierenden Empfehlungen immer wieder zu wiederholen. Kluge appelliert gegenüber der Deutschen Presseagentur an Schwangere, Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Ansteckung besonders strikt einzuhalten und, wenn möglich, eine Impfung gemeinsam mit dem Arzt in Erwägung zu ziehen, den/die Partner*in möglichst eingeschlossen.  

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Bildquelle: Jonathan Borba von Pexels; CC0-Lizenz

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.