Fernbeziehung: So überstehen Paare räumliche Trennungen

Sibel, 21, zog vor einem Jahr fürs Studium 100 Kilometer von zuhause weg. Ihr Freund hat einen Studienplatz in der Nähe ihres Heimatortes angenommen.

„Bevor ich umgezogen bin, haben mein Freund und ich uns jeden Tag gesehen, seit letztem Jahr führen wir jetzt eine Fernbeziehung und sehen uns meist alle ein bis zwei Wochen. Anfangs hatten wir echt oft Streit über ziemlich unnötige Dinge, es gab zum Beispiel ständig Diskussionen darüber, warum einer von uns jetzt da und da keine Zeit hatte und man es deshalb nicht schaffte, sich zu sehen. Irgendwann mussten wir uns aber zwangsläufig auf die ganze Sache einlassen und sagen „hey, es ist jetzt anders und wird auch erst einmal so bleiben, entweder wir kommen damit klar oder wir beenden das hier“. Wir beide haben uns dann dazu entschieden, es weiter zu versuchen, und damit klappte das meiste schon von ganz allein. Uns hat es geholfen, sich nicht so lange über Kleinigkeiten aufzuregen und stattdessen etwas umsichtiger mit dem Partner zu sein. So habe ich auch gelernt zu unterscheiden, was in einer Beziehung wirklich wichtig ist und was nicht. Wenn wir uns sehen, verbringen wir auch viel mehr Quality Time miteinander, gehen besser aufeinander ein und unternehmen häufiger etwas, als wir es früher getan haben. Und sollte man sich, beispielsweise wegen der Klausurenphase, mal mehrere Wochen nicht sehen können, gibt es ja immer noch Videocalls und WhatsApp.“

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.