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Ja, der Regen ist tatsächlich Schuld an deinen stechenden Kopfschmerzen

„Das liegt bestimmt am Wetterumschwung“, sagen wir immer und haben eigentlich keinen Plan, ob das denn wahr ist.

Auch, wenn das Wetter in der letzten Zeit zumindest etwas schöner war, ist es doch immer das selbe. Pünktlich am Samstag ist die Sonne weit und breit nicht mehr zu sehen, und statt ihr ziehen fiese Gewitterwolken am Himmel auf. Großartig, jetzt fällt nicht nur das bisschen Sonne genießen flach, sondern du hast auch noch ziemlich starke Kopfschmerzen. Wie kann es sein, dass ein bisschen aus den Wolken tropfendes Wasser einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat?

 

Rapider Wetterwechsel und du liegst flach

 

Das Ganze hängt mit dem raschen Temperatur- und Luftdruckwechsel zusammen. Unser Körper reagiert auf das Wetter. Ob Sonne oder Regen, brühende Hitze oder klirrende Kälte – der Organismus passt sich ständig an Temperaturschwankungen und Luftdruckänderungen an. Normalerweise passiert dies unbewusst. Manche wetterfühlige Menschen reagieren auf einen rapiden Wetterwechsel jedoch empfindlicher als andere. Die Hirngefäße müssen sich bei wechselhaften Sonne-Regen-Mischmaschwetter jeweils an die neue Situation gewöhnen und reagieren darauf manchmal mit Schmerzen.

 

Es gibt eben doch kopfschmerzförderndes Wetter

 

Eine Gruppe von Bostoner Neurologen beschäftigt sich mit genau diesen wetterbedingten Kopfschmerzen. Im Zuge der Studie wurden aktuelle Daten des National Weather Services mit dem Zeitpunkt der auftretenden Kopfschmerzen von über 70000 Patienten verglichen. Die Forscher fanden heraus, dass sowohl eine Temperaturerhörung als auch ein Luftdruckabfall kopfschmerzfördernd waren: Bei Veränderungen des Luftdrucks um gerade einmal fünf Millimeter erhöhte sich das Kopfschmerzrisiko im Durchschnitt um sechs Prozent. Der Studie zufolge muss sich die Umgebungstemperaturen außerdem nur um fünf Grad erhöhen und die Wahrscheinlichkeit von fiesem Kopfschmerz steigt um 7,5 Prozent. Gerade bei unbeständigen Wetterbedingungen findet ein Druckabfall statt, dieser führt dann oftmals zu den Schmerzen. 


Du kannst deine Wetterfühligkeit abtrainieren

 

Tja, an dem miesen Wetter kannst du nicht viel ändern und deine Wochenendpläne musst du nun auch kurzfristig umwerfen. Doch mit einigen Maßnahmen kannst du immerhin langfristig deine Kopfschmerzen los werden. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft oder Ausdauersport wie Radfahren oder Joggen schafft schnelle Abhilfe. Der Kreislauf lässt sich relativ easy trainieren, damit du nicht bei jedem kleinen Regentropfen flach liegst: Dazu eignen sich alle Ausdauersportarten, die im Freien stattfinden. Wenn du keinen Bock auf Sport hast, kann auch ein Gang in die Sauna sowie Wechselduschen helfen. Denn dadurch werden die Gefäße trainiert und kommen mit Wetterumschwüngen zukünftig besser zurecht. Kurzfristig helfen natürlich auch Schmerzmittel, diese sollte man im Notfall jedoch schon zu Beginn der Kopfschmerzen einschmeißen, damit ihre Wirkung ausreicht.

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