Heimweg: Männer, helft mit, damit wir Frauen uns sicherer fühlen!

Eine Frau überquert abends die Straße

Der grausame Mord an der Britin Sarah Everard hat wieder einmal verdeutlicht, mit welchen Ängsten viele Frauen auf ihrem nächtlichen Weg nach Hause zu kämpfen haben. In den sozialen Netzwerken wird auch Wochen nach der Tat noch über das Thema diskutiert – Betroffene tauschen sich aus, teilen ihre Erfahrungen und schärfen das Bewusstsein in der Öffentlichkeit. Auch viele Männer fragen sich nun, wie sie ihren weiblichen Mitmenschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln können – schließlich kommt es doch ab und an vor, dass man zufällig hinter einer Frau herlaufen muss. Hier erfahrt ihr, wie ihr solche Situationen für beide Seiten etwas angenehmer gestaltet.

1. Sich bemerkbar machen

“Nicht erschrecken, ich gehe nur kurz an dir vorbei!” Solche oder ähnliche Worte können mehr bewirken, als man zunächst denken mag. Indem ihr die vor euch laufende Frau überholt, zeigt ihr, dass ihr keineswegs an einer nächtlichen Verfolgung interessiert seid. Einfach schneller werden ist allerdings auch der falsche Weg: So kann bei der betroffenen Person schnell Panik ausbrechen. Deshalb: Gebt kurz Bescheid, dass ihr nichts Böses im Schilde führt und überholt die Frau zügig und ohne weitere Anmerkungen. Vielleicht wird sie auf die Aussage reagieren und sich bei euch bedanken – das ist allerdings kein Anlass, weiterhin neben ihr zu laufen und womöglich noch ein Gespräch zu beginnen. Wer in dieses Verhaltensmuster rutscht, macht die entstandene Sicherheit auf einen Schlag wieder kaputt.

2. Die Straßenseite wechseln

Ein simpler, aber dennoch effektiver Tipp ist es, euren Heimweg auf der anderen Seite der Straße fortzusetzen. Möglich ist dies beinahe überall, besonders in Großstädten und Wohngebieten, die mit beidseitigen Bürgersteigen ausgestattet sind. Solltet ihr euch auf einer schmalen Straße befinden, kommt diese Strategie nicht in Frage – dann weicht einfach auf einen der anderen Punkte aus.

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.