Fütterer is(s)t anders: Was, wenn die ganze Welt vegan wäre?

Alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es keinen effektiveren Weg gibt, um die Umwelt und die Artenvielfalt zu schützen. Tierische Produkte vom Speiseplan zu streichen hat laut Studienleiter Joseph Poore “einen viel größeren Effekt, als nicht mehr mit dem Flugzeug zu fliegen oder ein Elektroauto zu kaufen.” Der komplette Verzicht von tierischen Produkten bringe viel mehr als der Konsum von ökologisch produzierten Fleisch- und Milchprodukten.

Natürlich können wir nicht von heute auf morgen die komplette Welt vegan machen. Aber auch, wenn es ein langsamer Prozess wäre, würden wir neben den positiven Veränderungen auch vielen Herausforderungen gegenüberstehen. Zum Beispiel: Was passiert mit den ganzen Tieren, für die es plötzliche keine “Verwendung” mehr gibt? Könnte die freiwerdende Weidefläche überhaupt für den Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel genutzt werden? Was passiert mit den Jobs, die mit der Produktion und dem Verkauf von Tierprodukten zu tun haben?

Veganismus ist kein Allheilmittel

Extreme Lösungen sind nie optimal. Ich denke, dass vegane Ernährung nicht das Allheilmittel für alle Probleme dieser Welt ist. Aber sie ist eine einfache Möglichkeit, gesunde Ernährung mit Umwelt- und Tierschutz zu kombinieren. Wir können unsere Konsumentscheidungen bewusst steuern und etwas bewirken, wenn wir die Nachfrage nach tierischen Produkten reduzieren. Und wir können uns für das Thema sensibilisieren. Denn oft wird vergessen, dass es sich bei Tieren um Lebewesen handelt. Denkende, fühlende Lebewesen, die den Drang verspüren, zu leben.

Mit dem Verzicht auf tierische Lebensmittel ist nicht nur der Natur, sondern auch den Tieren – und letztendlich uns selbst – geholfen. Veganer Ernährung eine Chance zu geben, lohnt sich also auf jeden Fall.

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Bildquelle: Alin Andersen on Unsplash; CCO-Lizenz

Neben meinem Ökotrophologie-Studium und der Ausbildung zur Journalistin habe ich auch als Flugbegleiterin die Welt unsicher gemacht. Neugierig, abenteuerlustig und immer hungrig: Auf der Suche nach der perfekten Welle und der besten Açai-Bowl futterte ich mich schon durch mehr als 80 Länder.