Fütterer is(s)t anders: Vegane Ernährung – so gelingt der Einstieg
Werde zum Nerd. Wir mochten Besserwisser noch nie, aber eins muss man ihnen lassen: Sie kennen sich aus. Die meisten jedenfalls. Wer einen Plan hat, von dem, was er da macht, ist bei der Ernährungsumstellung klar im Vorteil. Dafür musst du glücklicherweise keine dicken Schinken mehr wälzen (haha). Im Internet gibt es sehr gute und fundierte Informationen. Meine Lieblingsseiten sind Peta Zwei und Proveg. Hier findest du alles rund um das Thema vegan – ob Infos über Tierhaltung oder extrem leckere Rezepte. Außerdem bieten die Seiten einen Überblick über wichtige Nährstoffe in der veganen Ernährung und mit welchen Lebensmitteln du deinen Bedarf decken kannst.
Mache die Küche zu deinem neuen Lieblingsort. Probieren, probieren, probieren! Um rauszufinden, was gut für dich funktioniert, was dir schmeckt – und welcher Pflanzendrink nun der beste Milchersatz für dich ist – gibt es nur eine Möglichkeit: Teste dich am Anfang besten Gewissens durch sämtliche veganen Supermarktregale, koch dir die Finger wund und futtere dich durch alle Restaurants, die pflanzliche Gerichte auf der Karte haben. Meine Lieblingsblogs für Rezepte sind Eat this, Veggies, Minimalist Baker und Zucker & Jagdwurst.
Sei nett zu dir selbst. Zum Schluss möchte ich dir noch einen letzten Tipp ans Herz legen. Sei nett zu dir selbst und verzeihe dir Fehler. Bewusst oder unbewusst: Ausrutscher werden passieren. Ob es nun das Stück Pizza mit Käse ist, auf das du schon seit Tagen Heißhunger hast. Oder das vegetarische Roti in Sri Lanka, das leider nicht mit Gemüse, sondern mit Hühnchen gefüllt war. Es war dunkel und Füllungen haben es leider an sich, dass sie man sie nicht sehen kann, bevor man sie probiert. Nachdem ich den Faux-Pas bemerkte – und die Teigtasche eindrucksvoll aus dem fahrenden Tuk Tuk gespuckt habe – kamen mir zunächst Gedanken wie: „Du bist eine schlechte Veganerin“. „Du hättest es wissen können“. Und ja, das hätte ich wahrscheinlich auch. Aber habe ich nicht. Beim nächsten Mal werde ich dafür vorsichtiger sein.
Wichtig ist, dass du dich nicht fertig dafür machst, wenn du zu Beginn – und auch danach – nicht alles zu hundert Prozent klappt. Verhaltensänderungen brauchen Zeit und passieren meist nicht von jetzt auf gleich. Bleib geduldig und sei nett zu dir selbst!
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Bildquelle: Photo by Jason Briscoe on Unsplash; CCO-Lizenz