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Grüner leben bringt nichts? Doch: 5 Argumente für deine nächste Diskussion

Warum fallen einem die guten Antworten eigentlich immer erst hinterher ein? Aber nicht mit uns!

Von Anna Rothärmel

Ob du nun Veganer*in oder Teilzeit-Vegetarier*in, DIY-ler*in im Training oder Hardcore-Mülltrenner*in bist – sicherlich sind dir schon Sätze zu Ohren kommen, die den Sinn deines Lifestyles hinterfrage – um es vorsichtig auszudrücken. Natürlich könnten wir in einer Argumentation mit Studienergebnissen um uns werfen, doch spätestens bei „Studien zeigen“ schalten viele auf Durchzug. Wie wenn Ross von Friends über seine Dinosaurier spricht. Und da uns die wirklich guten Argumente sowieso immer erst nach der Diskussion einfallen (Murphy’s Law, oder was?), stellen wir dir hier einen kleinen Guide mit Antworten zusammen, die deinen Gegenspielern die Augen öffnen und sie vielleicht sogar auf unsere helle Seite der Macht ziehen können.

Du allein wirst die Welt nicht retten.

Sagte die halbe Menschheit. Schon mal „Findet Nemo“ gesehen? Als die Fische am Ende ins Netz gingen und entkommen wollten, sprang der klitzekleine Nemo ins Netz und alle schwammen nach unten. Der Mast brach, die Fische waren frei. So, und jetzt soll noch einer sagen, dass ein kleiner Clownfisch (also du) nichts verändern kann. Disney hin oder her.

Solange die Politik nix macht, hilft das bisschen, was du machst, auch nix.

Natürlich muss die Politik mehr machen! Die Einführung der Bonpflicht ist wohl die größte Nullnummer ever. Damit sie erkennen, dass sich etwas ändern muss, müssen wir aber mit gutem Beispiel vorangehen und ihnen zeigen, dass wir bereit sind. Ob mit Friday for Future-Demos, dem Boykott von Billigfleisch oder Social Media Posts.

Der Flieger hebt auch ohne dich ab.

„Dann kannst du dich genauso gut reinsetzen.“ Da kommen wir wieder zum einfachen Prinzip von Angebot und Nachfrage – Wirtschaft Stunde 1. Weniger Nachfrage, weniger Angebot. Tadaa. Müssen wir gar nicht weiter argumentieren.

Wir sind von Natur aus die Stärkeren.

Stimmt, wir haben wohl den am besten entwickelten Intellekt. Wir wissen zum Beispiel, unter welchen Bedingungen 500 g Hackfleisch für 1,99 € entstehen. Wir wissen auch, was passiert, wenn es keiner mehr kauft. Wir können die Auswirkungen unserer Handlungen verstehen und davon sollten wir Gebrauch machen. Und mal ganz nebenbei, es ist nicht so, dass uns ein Leopard nicht töten könnte. Oder ein Löwe. Oder ein Pavian. Oder eine Schlange. Oder… die Liste ist lang. Ich sag nur Karma.

Jetzt ist es doch sowieso schon zu spät.

Wir dürfen den Sand nicht in den Kopf stecken, um es mit Matthäus‘ Worten auszudrücken. Matthäus der Fußballer, nicht Matthäus im biblischen Sinne. Auch wenn sich das jetzt nach einem Motivationsspruch von einem Abrisskalender anhört: „Aufgeben hat noch keinen weitergebracht.“ Selbst wenn es wirklich zu spät sein sollte, können wir den Schaden wenigstens noch eindämmen. Denken wir doch nur an unsere Kinder.

So, wir hoffen, dass dir dieser kleine Guide für die nächste „Warum-das-alles“-Diskussion unter die Arme greifen und bei deinem Gegenüber vielleicht sogar etwas bewirken kann. Und denk immer daran: Keiner will belehrt werden. Der erhobene Zeigefinger hat meistens wenig bis gar keine Wirkung. Aufklärung ist der Schlüssel. Und Enthusiasmus, denn der ist ja bekanntlich ansteckend. Möge die Macht mit dir sein!

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Bildquelle: Unsplash.com, CCO-Lizenz

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