11 Fragen, 11 Antworten: Hilfe, ich hasse meinen Job – was nun?

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    Wann sollte ich mit meinem Vorgesetzten sprechen und wie?

    Barbara Ziegler: Mit deinem Vorgesetzen solltest du dann sprechen, wenn du etwa nach dem ersten Vierteljahr merkst, dass du dich morgens aus dem Bett quälen musst. Oder auch, wenn du dich bereits mit jemandem hingesetzt und überlegt hast, womit es zu tun hat, dass du dich quälen musst. Du musst schon wissen, was du willst und brauchst. Wenn es sich allerdings um Mobbing handeln sollte, solltest du auf keinen Fall ein Vierteljahr warten, sondern sofort handeln.

    Du gehst mit einem Fragenkatalog vorbereitet in das Gespräch mit deinem Chef. Am besten hast du vorher auch schon mit einem externen Menschen geredet. Spreche ehrlich an, was nicht passt. Es gibt klare Gründe dafür, dass du dich nicht wohlfühlst, aber mit zu hohen Anforderungen in das Gespräch zu gehen, kommt nicht gut an.

    Annas Erfahrung: Am dritten Tag fuhr ich mit starken Bauchschmerzen auf die Arbeit. Dort wartete schon meine Chefin auf mich und meinte, wir müssten reden. Sie spüre, dass ich hier nicht alles gebe und glaube, dass es ein Fehler war, mich einzustellen, da es mir an Interesse mangele. Sie sei so begeistert von mir gewesen und fragte, woran es lege. Ich entschied mich dafür, die Wahrheit zu sagen, und gab zu, dass ich mich fehl am Platz fühlte und die Ideale der Agentur fragwürdig fand. Ich bedankte mich für die Möglichkeit, aber machte klar, dass ich hier auf keinen Fall arbeiten wollen würde. Nach fünf Minuten stand ich wieder auf der Straße – leicht wie eine Feder und mit dem Gefühl, gerade noch so die Kurve vor dem absolut falschen Leben bekommen zu haben. Ich hatte zwar offiziell versagt, aber war mutig und jetzt überglücklich.

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