Mark Forster im ZEITjUNG-Interview: „Dagobert Duck hat was von Moses Pelham“

Mark Forster Interview DuckTales Disney Titelsong Song

„DuckTales! Woo-Hoo“ – Leise vor mich hinsingend betrete ich an einem heißen Montag Vormittag den Mathäser Filmpalast am Karlsplatz in München. Der Ohrwurm, der mich seit Tagen begleitet, ist wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, wen ich hier gleich für ein Interview treffe. In einem der großen Kinosäle wartet nämlich einer der bekanntesten deutschen Musiker auf mich – Mark Forster. Und er durfte für das Reboot der Kultserie „DuckTales“ den Titelsong neu interpretieren.

Die Serie ist nach wie vor bei Jung und Alt beliebt und wird ab dem 3. September immer montags bis freitags um 17.30 Uhr mit neuen Abenteuern im Disneychannel zu sehen sein. Doch nicht nur neue Geschichten aus Entenhausen erwarten uns, sondern eben auch ein neuer Themesong – und zwar mit einem neuen Text auf Deutsch. Woo-Hoo!

Mark sitzt ganz entspannt im Sessel auf der großen Bühne im Kinosaal. Dass er hier im 10-Minuten-Takt Presseinterviews gibt, merkt man ihm nicht an. Nach anfänglichen Problemen mit der Technik laufen die Mikros und wir starten unser Interview.

 

ZEITjUNG: Wie kam es denn dazu, dass du den DuckTales-Titelsong neu interpretieren durftest?

Mark Forster: Ich bin ein großer Fan der alten DuckTales-Serie und habe damals, mit 8-9 Jahren, schon angefangen, mich bei Disney zu bewerben. Ich habe also monatlich Briefe an Disney geschickt. Es gibt ja die Headquarters in Amerika – das ist ein riesengroßes Hochhaus- und da gibt’s wahrscheinlich ein ganzes Zimmer voll mit Bewerbungen von mir. Und irgendwann hat sich dann jemand erbarmt und zurückgerufen. Und jetzt durfte ich für den neuen DuckTales-Song tatsächlich den Text schreiben und singen.

 

Mit welchem Charakter aus Entenhausen kannst du dich denn am ehesten identifizieren?

Ich war als Kind ein riesiger Fan von Dagobert. Das ist nicht unbedingt die sympathischste Wahl – er ist mega geizig und superreich. Ich hab ihn dennoch immer sehr gemocht. In der neuen Serie ist es so, dass Tick, Trick und Track ein bisschen verändert wurden. Nur noch Trick hat ein Käppi auf. Das heißt am meisten identifizieren kann ich mich natürlich mit Trick. Ich weiß nur nicht, was mir das sagen soll. Disney hat wahrscheinlich groß Marktforschung betrieben und festgestellt, dass Käppis out sind. Und jetzt hat leider nur noch einer ne Cap auf. Aber Trick und ich, wir halten die Fahne hoch.

 

Vielleicht ist Trick ja auch einfach der eine Coole der Gruppe.

Sehr gut! …Mark reißt die Augen auf und lächelt mich euphorisch an… Du bist ein „Das Glas ist halbvoll“-Mensch. Der Gedanke gefällt mir.

 

Was hat dir denn bei der Produktion am meisten Spaß gemacht?

Das Texten hat mir natürlich sehr großen Spaß gemacht. Ich hatte ja eine riesige Mission! Als ich klein war, konnte ich noch kein Englisch. Und ich habe nie verstanden, was „DuckTales“ eigentlich heißt. Ich dachte, das hat was mit Talern zu tun oder so. Und jetzt weiß ich es natürlich und habe es im neuen Text mit erklärt. Damit die Kinder, die jetzt noch kein Englisch können, verstehen, was „DuckTales“ bedeutet. …Er pausiert und ich will gerade schon zur nächsten Frage übergehen, da schiebt er noch hinterher: Nämlich Entengeschichten – das weiß ich jetzt. ...dabei grinst er wie ein schelmisches Kind, das etwas angestellt hat.

 

Du hast den Song ja auch mit vier Kindern aufgenommen. Wie war es mit Kindern im Studio zu stehen?

Das hat großen Spaß gemacht. Es gab ja einen sehr großen Aufruf und es haben sich wahnsinnig viele Kinder beworben. Die besten vier haben es dann ins Studio geschafft und mit mir den Song eingesungen. Alle vier hatten große Lust, waren top vorbereitet, hatten den Text komplett parat. Woo-Hoo!

 

In den letzten Jahren hat man dich ja hauptsächlich bei „Sing meinen Song“ gehört und gesehen. Mit welchem Cover hattest du denn am meisten Spaß?

Das ist eine sehr schwere Frage. Ich durfte ja mittlerweile schon ein paar Songs Covern. Sich für „Sing meinen Song“ vorbereiten ist ein bisschen so, wie ein kleines Album machen. Es sind sechs Songs, die man mit großem Aufwand vorbereitet. Und ich mag alle. Besonders war natürlich „Dem Gone“ von Gentleman, weil ich schon immer ein großer Gentleman-Fan war. Und dadurch auch eine gute Beziehung zwischen uns entstanden ist.

 

Gab es irgendwelche Dinge, die du von „Sing meinen Song“ mitnehmen und in die Neuinterpretation des DuckTales-Songs einbringen konntest?

…Er überlegt kurz und kichert dann… Tricks von Sing meinen Song? Da sitzt man in Südafrika auf einer Couch, trinkt Weißweinschorle und interpretiert Songs von Paddy Kelly. Also wahnsinnig viele Überschneidungen gibt es nicht. Außer, dass Tick, Trick und Track mich ein bisschen an Paddy Kelly erinnern. Und Dagobert hat was von Moses Pelham. Nicky erinnert mich ein bisschen an Lena Meyer-Landrut. Aber abgesehen davon gibt es nicht sonderlich viele Überschneidungen, befürchte ich.

 

Woran arbeitest du denn momentan?

Ich arbeite gerade mit Hochdruck an meiner neuen Platte. Ich glaube, ich habe jetzt alle Songs geschrieben und bin jetzt in der Produktion und am Aufnehmen. Ich hoffe, dass es dieses Jahr noch klappt und ich etwas neues rausbringen kann.

 

Wenn du dein Leben mit einem DuckTales-Charakter tauschen müsstest, welchen würdest du wählen?

Auf keinen Fall Donald, wegen der Stimme. …Er lacht laut auf… Wenn ich alle Eigenschaften des Charakters übernehmen würde, ist die Entscheidung ganz klar: Dagobert, wegen der Kohle. Dann wäre ich mega reich, Mann!

 

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Bildquelle: (c) Disneychannel

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