Am 16. Juni veröffentlichten Gaddafi Gals ihre Debüt-EP „Death Of Papi“. Diese entstand im vorherigen Sommer innerhalb einer Woche intensiver Studioarbeiten. Es ist ein ziemlich cooler, andersartiger Hybrid aus Future Pop und R’n’B mit jede Menge Electronica-Einflüssen. Jeder Track ihrer ersten EP, welche bei Seayou Records erschien, klingt mysteriös und hebt sich überraschend unaufgeregt vom Einheitsbrei ab. Anders als viele ihrer Musiker-Kollegen setzen die drei nicht auf Quantität, sondern auf 100 Prozent Qualität. Ihre Platte besteht aus vier sehr hörenswerten Songs, die für sich stehend aussagekräftig genug sind und keinerlei Chichi brauchen, um uns zu überzeugen. Ihr kühler Aufritt steht in einem schönen Kontrast zu den leidenschaftlichen Lyrics der Songs und in Kombi mit den spärlichen Infos wirken die Münchner gleich doppelt so cool. We love it!

 

FILA-Liebe

 

Das sehr gelungene Video zu „FILA“ wurde im Münchner Club MMA aufgenommen, die lässige Location fügt sich perfekt in den düsteren Sound des Songs ein, die hippen Gals rappen über ihre FILA-Liebe, tragen dabei ironischerweise Adidas und wir haben instant Bock, entspannt mit zu dancen. Normalerweise lassen die MMA-Besitzer keine Kameramänner in ihre vier Wände, für Gaddafi Gals machten sie jedoch liebend gerne eine Ausnahme.

 

Trio-Duo-Solo-Künstler

 

Wer sich ein bisschen in der Münchner Musikszene auskennt, dem sind die beiden Girls und der Boy schon etwas länger bekannt: seit einigen Jahren sind sie hier auch als Solokünstler unterwegs. Ebow droppte 2013 ihre erste Platte. Mit ihrem Mix aus Orient-Klängen und alternativem Hip Hop spricht sie ernste und gesellschaftskritische Themen von falschem Patriotismus bis zum Waffenhandel an, gibt uns aber gleichzeitig einen perfekte gute Laune-Sound für den Sommer. Sie selbst sagt über ihre Songs: „Meine Musik ist wie Hip Hop auf einer türkischen Hochzeit“.