Liebeserklärung an: Fußball-Meisterschaften

Eine Deutschlandfahne am Auto

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

Endlich ist es wieder so weit: Heute, am 11. Juni 2021, startet die 16. Fußball-Europameisterschaft. Auch wenn wegen des Coronavirus in diesem Jahr alles ein bisschen anders ist, schauen viele Fans dem Turnier, dass in 11 europäischen und asiatischen Städten ausgetragen wird, gespannt entgegen. Ich bin eine davon – denn Fußball gucken gehört für mich zum Sommer dazu wie Besuche im Freibad, riesige Eisbecher und jede Menge gemeinsame Ausflüge mit Freund*innen. Das eigene Team anzufeuern und mit unbekannteren Mannschaften mitzufiebern, Spieler aus verschiedensten Ligen und Nationen gemeinsam auf dem Platz stehen zu sehen, zu wissen, dass Millionen Menschen weltweit genauso aufgeregt zuhause sitzen wie ich – all das macht für mich den Charme einer Fußball-EM oder -WM aus. Wenn man nicht weiß, womit man seine Zeit verbringen soll, kann man beinahe jederzeit den Fernseher einschalten und eines der Spiele verfolgen. Und der sommerliche Biergartenbesuch mit den besten Kumpels wird erst dann so richtig perfekt, wenn man im Hintergrund ein Spiel der Nationalmannschaft mitverfolgen kann.

Mit jedem Spiel, was über den heimischen Bildschirm oder die riesigen Public Viewing-Leinwände flimmert, kommen Erinnerungen auf: An die ersten Partien, die man als kleines Kind mitverfolgt hat, an das Sommermärchen 2006 und das erste Rudelgucken im Stadtpark, und natürlich an den legendären WM-Sieg im Jahr 2014. Genauso aber auch an den frustrierenden Abend des 27. Juni 2018, als die deutsche Elf den Kampf um den Titel bereits in der Vorrunde aufgeben musste. Höhen und Tiefen, Freude und Niedergeschlagenheit, Gewinnen und Verlieren: Diese Dinge gehören zu Fußballturnieren genauso dazu wie zum Leben an sich. Und obwohl es bei weitem kein Weltuntergang ist, die Lieblingsmannschaft ausscheiden zu sehen, ist man danach doch für ein paar Stündchen ein bisschen deprimiert. Aber danach geht es weiter: Nicht nur für die Fans, sondern auch für die Spieler*innen. Wie viele andere Sportarten auch lehrt einen der Fußball, nicht aufzugeben, an die eigenen Träume zu glauben und seine Ziele nie aus den Augen zu verlieren. Auch wenn ich, wie viele andere Fußballfans auch, nie selbst einen Ball über den Platz gekickt habe, kann ich mir zumindest grob vorstellen, wie viel Mühe, Schweiß und Tränen hinter einer erfolgreichen Profikarriere stecken. Gemeinschaft und Teamwork werden groß geschrieben, denn alleine kommt man im Fußball nicht weit. Damit stehen Spieler*innen für Werte ein, die auch außerhalb des Sports von zentraler Bedeutung sind.

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.