Eine Liebeserklärung an: Den Biergarten

Biergarten

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

Es ist ein ganz normaler Donnerstag Abend im sommerlichen München. Die Sonne verabschiedet sich für heute, nachdem sie ganze Arbeit geleistet hat und das Thermometer auf weit über 30 Grad steigen ließ. Es ist endlich wieder Sommer in der Stadt. Die Abende sind wieder länger, die Nächte wärmer und unser Durst auf eine kalte Maß größer. Diesem Gelüst frönt man natürlich am allerbesten im nächsten Biergarten des Vertrauens – und das gerne auch bis in den späten dienstäglichen Abend. Schon in der Mittagszeit kann man dabei zusehen, wie sich die Bierbänke mit immer mehr trinkfreudigen Menschen jeden Alters und jeder Herkunft füllen.

Bayern in einem Bild

Nirgendwo stehen gesellschaftliche Konventionen und Eitelkeiten weniger im Vordergrund als hier. Auf der Bierbank unter den grünen Kastanienbäumen schunkeln Putzfrau und Anwalt, Arzt und Handwerker gemeinsam zur Musik. Es gibt wohl kaum einen Ort, der den Freistaat Bayern besser beschreibt: eine angenehme Geräuschkulisse aus bayrischem Dialekt und Volksmusik, Frauen und Männer in traditioneller Tracht und dazu ein kühles Maß und Obazdn mit Radieserln (pikante, sehr typisch bayrische Käsezubereitung) und Brezn. Bayrische Biergärten sind Teil eines ganz eigenen, entschleunigten Lebensgefühls und gleichzeitig eine uralte Institution. An diesem Ort spielt Zeit keine Rolle, und die Seele lässt sich wunderbar baumeln.

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Zu mitgebrachter Brotzeit und einem Liter goldgelbem Hopfengetränk aus ausgewählten bayrischen Brauereien lassen sich alle Alltagssorgen wunderbar vergessen und der Himmel auf Erden ist nahe. Unter den Baumkronen des Gartens unter über dem Kiesboden des Biergartens ist es völlig egal, ob es gerade 12 Uhr mittags oder 22 Uhr abends ist, hier hast du zu jeder Tages-und Nachtzeit die Legitimation, einen oder mehrere Liter feinstes Bier und bestes hausgemachtes Essen zu genießen. Nach einigen Stunden verlässt man den Garten der Freude wieder tiefen entspannt, um sich zurück in den stressigen Großstadt-Jungle zu begeben.

Der perfekte Ort für einen lauen Sommerabend

Die Biergarten-Tradtion ist dabei mindestens genau so alt wie die des dort ausgeschenkten Gerstensaftes: In früheren Jahrhunderten wurde nur in den kühlen Wintermonaten gebraut, weil für eine gelungene Gärung und Haltbarkeit kalte Temperatur notwendig waren. Damit die Menschen auch im Sommer in den Genuss des kalten Getränkes kommen konnten, wurden kühle Bierkeller unter Schatten spendenden Kastanien gebaut. Die Besonderheit dieser Bierkeller: Hier durfte zwar Ausschank betreiben werden, jedoch keine Speisen verkauft werden. In dem königlichen Dekret aus dem 18. Jahrhundert wurde daher festgelegt, dass jeder Biergarten-Gast seine eigene Brotzeit mitbringen durfte und diese schöne Tradition besteht bis heute.

Also schnappt euch eure besten Freunde, der nächste laue Sommerabend kommt bestimmt und der lässt sich definitiv am allerbesten im Biergarten ausklingen.

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Praktikantin: Nachdem ich mich nun nach vier wunderschönen, bier- und lehrreichen Jahren des Sozialwissenschaftsstudiums Bachelorette schimpfen darf, zieht es mich aus dem schnuckeligen norddeutschen Oldenburg nach München. Hier möchte ich nach dem akademischen Geschreibsel und soziologischen Analysieren an der Uni jetzt über Sachen schreiben, die ich wirklich mag. Und das geht am besten bei ZEITjUNG.