„LOL: Last One Laughing“ beweist: Deutsche Comedy kann lustig sein

Bully Herbig lacht

Mit „LOL: Last One Laughing“ hat Amazon einen Überraschungshit gelandet und sorgt für gute Laune in den deutschen Haushalten. Unter der Leitung von Unterhaltungsurgestein Bully Herbig werden zehn Comedians für sechs Stunden in einen Raum „eingesperrt“, darunter unter anderem Anke Engelke, Carolin Kebekus, Max Giermann oder Teddy Teclebrhan. Die Krux? Sie dürfen eigentlich alles, nur nicht lachen.

Jede*r der Kandidat*innen hat zu Beginn der Show zwei Leben. Nach einem alarmähnlichen Signal, welches Bully Herbig aus seinem Überwachungsraum auslöst, heißt es Lippen zusammenpressen – oder willkürliche Schreilaute von sich geben, wie Teddy es gerne macht, um ja nicht die Mundwinkel nach oben zu bewegen. Immer wieder versuchen sich die Comedians gegenseitig aus der Fassung zu bringen: Dies probiert Carolin Kebekus mit verschieden Furz-Tonalitäten oder Anke Engelke mit Gesangseinlagen. Aber auch Sepcial-Acts dürfen nicht fehlen, wie Heino, der mit Lungen voll Helium „Kein schöner Land“ in hoher Piepmatz-Stimme trällert. Während der ganzen Sendung sitzt Bully Herbig vor dutzenden Monitoren und kontrolliert mit vor Lachen tränenden Augen, ob alle Promis die Regeln einhalten. Sollte doch einmal ein Lächeln über die Lippen huschen, verliert der entsprechende Comedian ein Leben. Wiederholungstäter müssen (leider) neben Bully Herbig im Überwachungsraum Platz nehmen und sind ausgeschieden. So bleibt am Ende ein*e Gewinner*in übrig, der/die Geld für einen guten Zweck spenden darf. 

Alles im Blick: Bully Herbig überprüft, ob jemand gelacht hat; Bildquelle: Amazon Prime, Michael Ostermeier

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.