Beziehungslabel: Warum ist es uns so wichtig, „zusammen“ zu sein?

Paar bei Sonnenuntergang auf einem Hausdach

Young, wild and free – das sind Attribute, die wir uns selbst gern zuschreiben. Schließlich wollen wir genau das doch unbedingt sein: jung, wild und frei. Aber auch wir, die ach-so-ungebundene Generation Z, sind in unserem Denken festgefahrener, als wir uns eingestehen wollen. Zum Beispiel, wenn es um den Begriff „Beziehung“ geht.

Es gibt ganz verschiedene Arten von Beziehungen: monogame, offene, polyamore und alles, was das Herz sonst noch begehrt. Offene Beziehungen sind längst nicht mehr das Tabu, das sie vor Jahren noch waren. Vor allem in ihren Zwanzigern erlauben sich mittlerweile einige Paare, neben dem*der festen Freund*in auch noch eine gute Zeit mit anderen Menschen zu haben. Dabei fühlen wir uns ziemlich en vogue und maximal unkonventionell.

Aber auch die offenste Beziehung der Welt gleicht einer monogamen Beziehung zumindest in einer Hinsicht: dem Beziehungsbegriff an sich. Menschen entscheiden sich bewusst dazu, nicht einfach nur eine schöne Zeit miteinander zu verbringen, sondern ihrem Verhältnis einen Namen zu geben. Sprich: eine Beziehung einzugehen.

Eigentlich ist das ziemlich gestelzt: Man beginnt schließlich auch eine Freundschaft nicht offiziell, indem man eine*n potenzielle*n neue*n Freund*in fragt, ob er*sie mit einem befreundet sein möchte. Ein Verhältnis baut sich normalerweise von allein auf und wächst mit der Zeit. Das gilt auch für romantische Beziehungen: Diese ab einem festen und doch unbestimmten Zeitpunkt als Beziehungen zu definieren, scheint irgendwie unnatürlich.

Ein Freigeist in Freiheit. Ich bin verliebt in den Sommer und schöne Worte. Wenn ich nicht gerade schreibe, sitze ich wahrscheinlich mit einem Roman irgendwo am Wasser. Oder auf alten Zeitungen, um jede Menge Farbe auf unbeschriebene Blätter zu klatschen. Aber am allerliebsten lebe ich: la vida loca!