DiebstahlKriminalitätMöbelhaus HöffnerNewsRaub

Ein Azubi zockt fast 20.000 Euro von seinem Arbeitgeber – die Idee kam ihm beim Feierabendbier

Wenn aus einer Suff-Idee ein echt mieser Raubzug-Plan wird: Fünf Hamburger Jungs zocken ein Möbelhaus ab.

30. November 2016: Möbelhaus Höffner. Eine Jugendgang raubt den Möbelladen in Eidelstedt bei Hamburg aus und zockt dabei eine dicke Beute von 19.470 Euro und 63 Cent. Drahtzieher des Raubzuges ist ein ehemalige Höffner-Azubi gewesen. Mit seinen fünf Hamburger Kumpels im Alter zwischen 18 und 23 Jahren muss er sich derzeit vor dem Hamburger Landesgericht verantworten. Die Anklage: Schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Die sechs Freunde wollten eigentlich nur ein Feierabendbier trinken, da kamen sie auf die Idee, ihr mickriges Azubi-Gehalt mit einem Diebstahl etwas aufzustocken.

 

„So viel Geld habe ich vorher noch nie gesehen!“

 

Der Achtzehnjährige wusste dank seines Jobs in Eidelstedt, wie sie locker easy an den Batzen Geld aus dem Kassenbüro kommen können. Also schmiedeten die sechs einen Plan und täuschten einen Überfall vor, bei dem der Azubi das Opfer spielte. Seine fünf Freunde zischten mit der Beute ab und der Azubi gab erst brav seine Zeugenaussage zu Protokoll, um sich dann seinen Anteil von seinem Altonaer Freund zu holen. Ganz schön clever, das muss man den Boys ja lassen.

 

Gewiefter Diebesplan

 

Ihr Plan war sogar noch ausgeklügelter: Vor Ladenschluss guckten sich die Räuber das perfekte Versteck aus, einen Schrank (wie sollte es in einem Einrichtungshaus auch anders ein). Mit einem Vorwand kehrte der Azubi nach Ladenschluss zu seiner Arbeitsstelle zurück, seine Freunde kamen aus ihrem Meisterversteck und überfielen seine Kollegen. Die Angestellten wurden mit Paketband gefesselt und der Tresor leer geräumt. Die Kumpels sind außerdem keine ungeschriebenen Blätter: Am 18. Januar 2017 sollen sie den Hamburger DB-Kiosk Bahnhof überfallen haben – ihre sagenhafte Beute belief sich hier auf ganze 220 Euro. Well played boys.

Die Beute vom November wurde geteilt. Der ehemalige Möbelhaus-Azubi bekam 4.000 Euro und gönnte sich von der Kohle jede Menge Party und Quatsch. Der Preis dafür war nicht nur seine Kündigung, er wird für seinen genialen Raubzug wohl auch einige Zeit in den Knast wandern. Der Prozess gegen die sechs Räuber läuft derzeit noch. Das Urteil ist für den 10. Oktober vorgesehen.

Kommentare

  1. unBEschriebenes Blatt. ergibt auch mehr Sinn als ungeschriebenes Blatt, wenn man drüber nachdenkt. insgesamt gibts hier bessere Artikel, stilistisch gesehen. LG Em

    Emily / Antworten
  2. Die Kassiererinen hatten Todesangst. Hier ist weder Ironie noch “ depperte Ausgefuchstheit“ im Spiel, nur hirnlose Gier!

    Robindr360 / Antworten
  3. Ganz ehrlich, der Artikel geht gar nicht. Ich bin sicher, die Opfer fanden das auch „saugut“. Ihr spinnt doch..

    Alex / Antworten
    • Lieber Alexander, wir hatten ja bereits über Facebook Kontakt, aber ich möchte auch hier nochmal Stellung beziehen. Wir verstehen absolut deine Zweifel über diese Art von Ausdruck. Es ist durch und durch mit einem Augenzwinkern zu sehen, was wir da schreiben – es ist schlichtweg ein ironisches Lachen über so viel depperte Ausgefuchstheit, wie sie da an den Tag gelegt wurde.

      Wir glorifizieren auf keinen Fall Gewalt oder ähnliches. Bitte versteh uns nicht falsch.
      Herzlich, dein ZEITjUNG

      Laura Maria Drzymalla / Antworten

Sag was dazu

Das könnte Dich auch interessieren