Nein, nicht wegschmeißen! Warum hängen wir an Dingen?

Frau zwischen Kartons. Bild: Pexels

Was steckt dahinter?

Aber warum hängen wir überhaupt so an Dingen? Warum empfinden wir es als Angriff, wenn jemand nicht den gleichen Wert in einer geliebten Sache erkennt wie wir?

Klar, der Wert eines Gegenstandes ist immer erstmal subjektiv. Denn selten beziehen wir diesen aus der reinen Errechnung von Arbeitsaufwand und Materialwert. Das kennen wir alle noch aus Schulzeiten. Da musste es unbedingt dieser eine Sneaker sein. Nicht, weil wir ihn so cool fanden oder weil man darin so gut laufen konnte (meistens war es ja eher umgekehrt), sondern weil wir wussten, dass durch diesen Schuh unser Ansehen in der Gruppe steigen würde.

Müssen wir diesen Sneaker dann irgendwann verkaufen, messen wir ihm genau diesen Wert bei. Doch sozialer Status ist bekanntermaßen nicht monetär messbar. Also versuchen wir diesen Sneaker auf Ebay für den Neupreis zu verkaufen, obwohl wir ihn schon drei Jahre getragen haben und wundern uns dann, wenn die vermeintlichen Käufer den Wert nicht erkennen. Kunstbanausen!

Natürlich kann man nun einwerfen, dass Produkte doch immer Preisschwankungen unterliegen. Benzin, Luxusuhren, IPhones, you name it. Aber darum geht es hier nicht. Mich interessiert die Frage, warum wir diesen reinen Produktwert in manchen Fällen völlig ignorieren und lieber auf unsere eignen Vorstellungen zurückgreifen. Warum haben materiell absolut wertlose Gegenstände einen ideellen Wert für uns?

Dorfkind und Wunschgroßstädterin. Veganerin mit Vollmilchschokoladen-Problem. Indie-Fan mit Schlager-Playlist. Frühaufsteherin mit Nachtschwärmersyndrom. Pragmatikerin mit dem Kopf in den Wolken. Unterm Strich: Genauso verloren in meinem Lebensentwurf, wie es meiner Generation immer nachgesagt wird.