Briefwahl: Geh’ wählen, verdammt. Dafür musst du nicht einmal aufstehen!

Bundestagswahl17

Die Bundestagswahl 2017 steht vor der Tür. Die Wahlplakate hängen an jedem Laternenpfahl der Stadt, teilweise wurden sie von Passanten mit Schnurrbärten aus Edding verschönert oder komplett in Kunstwerke verwandelt, die nach der Wahl still und heimlich wieder verschwinden werden. Die Medien werden regiert von Wahlkampfveranstaltungen der verschiedenen Parteien, in Talk-Shows wird jeder Satz der Kanzlerkandidaten von mehr oder weniger qualifizierten Menschen auseinander genommen und interpretiert. Denn am 24. September ist es schon soweit: Wir dürfen mitbestimmen in welche Richtung unser Land künftig gehen wird.

In dieser Zeit muss ich immer wieder geschockt erfahren, wie viele meiner Freunde und Bekannten nicht wählen werden. Kommt schon, so viel Aufwand ist das nun wirklich nicht. Immer wieder sind es die selben Ausreden. Doch dafür ist jetzt ein für alle Mal Schluss. Egal, aus welchen Gründen du nicht wählen willst, ich erkläre dir genau, warum du es doch tun solltest.

 

“Das ist an einem Sonntag, da hab ich ein Date mit meinem Bett”

 

Ja, dann bleib doch im Bett! Wofür gibt es schließlich die Briefwahl? Wenn du lieber gemütlich von Zuhause wählen möchtest, statt dich an einem ruhigen Sonntag ins Wahlbüro und unter Leute zu schleppen, dann beantrage doch einfach die Briefwahl. Das geht sogar noch bis zum 22.September, also dem Freitag vor der Bundestagswahl. In den meisten Gemeinden musst du nicht einmal für den Antrag dein Zimmer verlassen, sondern kannst dir die Unterlagen bequem online herunterladen. Sollte deine Gemeinde noch nicht über das Internet zu erreichen sein, füllst du einfach den Vordruck auf der Rückseite deiner Wahlbenachrichtigung aus. In den nächsten drei Wochen kommst du doch sicher mal an einem Briefkasten vorbei. Kommt schon, Aufwand ist nun wirklich was anderes.

 

“Meine Stimme ändert doch sowieso nichts”

 

Deine Stimme hat mehr Wirkung als du vielleicht vermutest. Klar, deine Wahl wird wahrscheinlich nicht den Unterschied zwischen Regierungspartei und Opposition ausmachen, aber trotzdem ist sie wichtig. Nicht zuletzt aus dem einfachen Grund, dass du dich dafür mit der Politik auseinander setzen musst. In unserer momentanen Politik gibt es unglaublich viele Bereiche, die dich persönlich betreffen können. Der Klimaschutz, die Flüchtlingssituation oder Freihandelsabkommen, wie CETA, können einen erheblichen Einfluss auf deinen Alltag haben. Willst du dann nicht auch wissen, wie sich unsere Regierung entscheidet?
Deine Stimme ist wichtig. Würde jeder so denken, wie du, wäre die Wahlbeteiligung schnell im Keller und Deutschland hätte ein Problem. Es ist ein großes Privileg, wählen gehen zu dürfen. In vielen Ländern haben die Menschen kaum oder gar kein Mitbestimmungsrecht in ihrer Regierung.

Auf Twitter wurde das Dilemma der Wahlbeteiligung in Deutschland bereits vor einigen Monaten sehr simpel erklärt: