Promare: Nicht nur ein Film für Anime-Fans

Eine dystopische Zukunft, in der Feuerwehrmänner und -frauen gegen Mutanten kämpfen, die wie aus dem Nichts Feuer erschaffen und kontrollieren können? Klingt verrückt, aber die Japaner wissen eben, wie man aus jedem noch so alltäglichen Beruf eine verrückte, fetzige Heldenstory zaubert. Promare ist genau das – abgedreht, knallig und durch die Bank unterhaltsam.

Galo Thymos ist – und das kann er gar nicht oft genug betonen – Feuerwehrmann. Genauer gesagt ist er Mitglied der Spezialeinheit Burning Rescue. Seine Aufgabe: Das Löschen von Brandherden und die Rettung von Zivilisten vor einer neuen, großen Bedrohung. Die Zahl an Großbränden ist nämlich enorm gestiegen, als eines Tages plötzlich die Burnish – eine Gruppe von Mutanten, die Flammen alleine mit Gedankenkraft erschaffen und lenken können, aufgetaucht sind. Im aufflammenden Konflikt mit den Burnish hat es die Republik Promepolis jedoch dank ihrem Anführer Kray Foresight und der Burning Rescue geschafft, sich zu behaupten und trotz aller Widrigkeiten aufzublühen.

Doch der Konflikt mit den Mutanten verschärft sich noch weiter, als die Mad Burnish auftauchten: Eine Terrororganisation mit dem Ziel, Promepolis ins Chaos zu stürzen.

Story und Charaktere

Die Geschichte ist – im Kontrast zur knallbunten Optik des Films – recht düster und viel erwachsener, als man erwartet: In Promepolis ist nicht alles so, wie es scheint. Mit knapp 2 Stunden ist der Film nicht gerade kurz, behält dabei aber ein angenehmes Tempo bei und wartet mit einer wendungsreichen Geschichte auf, die nicht nur klassischen Anime-Fans gefallen dürfte und SEHR viel mit Metaphern und der Bedeutung von Namen spielt.

Zudem ist der Film reich an skurrilen und unterhaltsamen Charakteren – Vinny, du bist da die Ausnahme (oder „Feuerwehrmaus“, weil ich deinen Namen ohne nachzuschlagen wohl nicht einmal herausgefunden hätte). Schade eigentlich: Der Großteil der Charaktere hätte noch sehr viel mehr von zusätzlicher Screentime profitieren können. So unterhalten uns die meisten Charaktere von Anfang bis Ende, so richtig ans Herz wachsen uns aber nur ein paar wenige. Doch das ist bereits nörgeln auf hohem Niveau.

Ignis Ex und Lucia Fex; Burning Rescue

Mit seiner selbstverliebten und tollpatschigen, aber auch gutmütigen und gerechten Art gibt Galo einen sehr sympathischen Protagonisten ab – und einen exzellenten Feuerwehrmann/Superhelden. Mit Lio Fotia, dem Anführer der Mad Burnish, haben wir zum Ausgleich einen stoischeren und im Vergleich zu Galo viel ernsteren Charakter. Und dann wäre noch die unerbittliche Freeze Force, eine Militärorganisation für den Kampf gegen die Burnish mit leicht sadistischen Tendenzen.

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.