Endlich wieder Schnee: Macht der Klimawandel eine Pause?

Frau im Schnee

Umso wichtiger ist es, die Klimathematik auch in Zeiten von Corona nicht aus den Augen zu verlieren. Dafür brauchen wir nicht nur ein kollektives Bewusstsein für das Ausmaß der Lage und Aktivist*innen, die Politiker*innen zur Verantwortung ziehen, sondern auch ausgebildete Fachkräfte, die die Sache ein Stück weit selbst in die Hand nehmen können. Das lernen die Studierenden in Thomas Sterrs Kursen an der SRH Hochschule. Sie belegen unter anderem Seminare im Bereich der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und vertiefen ihre Kenntnisse in Psychologie und Soziologie.

Dr. Thomas Sterr auf einem Berg mit Schnee
Dr. Thomas Sterr ist Leiter des Studiengangs “Climate Change Management and Engineering” an der SRH Hochschule Heidelberg

Solange man jedoch im Hinterkopf behält, dass ein paar kältere Wochen nicht die Lösung für alle Probleme darstellen, sollte man sich nicht davon abhalten lassen, den ungewöhnlichen Winter auch zu genießen. Sei es eine Wanderung ins benachbarte Waldgebiet, ein (Corona-konformer) Rodelausflug oder einfach nur eine Schneeballschlacht vor dem eigenen Haus – wenn es schneit, werden auch die spießigsten Erwachsene wieder zu Kindern. Doch welche Voraussetzungen müssen eigentlich gegeben sein, damit die weiße Pracht auch so lange hält, wie es momentan in vielen deutschen Regionen der Fall ist? Auch auf diese Frage weiß Dr. Thomas Sterr eine Antwort. “Das wichtigste ist natürlich die Temperatur”, betont er. Nur wenn der Boden maximal 0 Grad warm ist, bleiben die Flocken überhaupt liegen. Je mehr Schnee fällt, desto höher ist auch die Chance auf ein langanhaltendes Vergnügen: Denn eine weiße Fläche sorgt dafür, dass die einfallenden Sonnenstrahlen sofort wieder zurückgeworfen werden und keine zusätzliche Wärmestrahlung entsteht. Bei schneller Schneeschmelze und dementsprechend größeren dunklen Flächen kommt es hingegen zu einem weiteren Anstieg der Temperaturen – es entsteht ein Teufelskreis. Damit wir eine so schöne Winterlandschaft vor unserer Haustür haben, müssen also einige Faktoren zusammenwirken. Also: Geht raus und genießt es!

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Bildquelle: Foto von freestocks.org von Pexels; CCO-Lizenz

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.