Fütterer is(s)t anders: 5 Dinge, die ich gern vor meiner Umstellung gewusst hätte

Eine Frau trinkt einen Kaffee

Elina Fütterer ist Ökotrophologin, Yoga-Lehrerin und Surfer Girl. In ihrer Kolumne schreibt sie über die wichtigste Hauptsache der Welt: Essen. Genuss ist ein Muss – ohne dabei Gesundheit, Nachhaltigkeit und Ethik außer Acht zu lassen. Elina nimmt euch mit auf ihre kulinarische Reise. 

Vor gut acht Jahren habe ich mich dazu entschlossen, Käse, Eier, Milch, Fleisch und Fisch von meinem Speiseplan zu streichen und stattdessen Pflanzen den Vortritt zu lassen. Auch, wenn ich zuerst skeptisch war: Ich habe die Entscheidung nie bereut. Heute ist vegane Ernährung ein Selbstläufer für mich. Allerdings gab es rückblickend ein paar Dinge, die ich meinem früheren Ich gerne vor der Umstellung erzählt hätte – vermutlich hätten sie das Ganze um einiges einfacher gemacht.

Du wirst zum Freak

Die ersten Monate – oder in meinem Fall Jahre – sind vom schönsten Thema der Welt beherrscht: Essen. Und mit beherrscht meine ich: Es gibt nichts wichtigeres. Deine Gedanken werden sich permanent um Zutatenlisten drehen und darum kreisen, was du kochen wirst, welche vegane Optionen es im Restaurant gibt und wie du deine Ernährung vielleicht optimieren kannst, um alle deine Nährstoffe zu bekommen. Ich erinnere mich gut, dass ich Stunden im Supermarkt verbracht habe, um Zutatenlisten zu studieren und Rezeptvideos wie eine gute Serie gesuchtet habe. Meine Obsession war real. Ich konnte an keinem Restaurant mehr vorbeigehen, ohne zu checken, ob sie nicht auch eine vegane Option auf der Karte haben. In der Bücherhandlung bin ich zielstrebig zu den Kochbüchern marschiert, habe neue vegane Rezeptbücher studiert und die einzelnen Seiten abfotografiert. Aber glaube mir: Mit der Zeit wirst du entspannter. Die anfängliche Versessenheit zahlt sich nämlich aus: Heute kenne ich sämtliche Zutatenlisten auswendig und weiß im Supermarkt ganz genau, zu welchen Keksen und welchem Pesto ich greifen muss.

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Neben meinem Ökotrophologie-Studium und der Ausbildung zur Journalistin habe ich auch als Flugbegleiterin die Welt unsicher gemacht. Neugierig, abenteuerlustig und immer hungrig: Auf der Suche nach der perfekten Welle und der besten Açai-Bowl futterte ich mich schon durch mehr als 80 Länder.