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Budapest war gestern: Diese 8 Kleinstädte sind einen Trip wert

Die großen Städte Europas haben wir zur Genüge abgeklappert. Hier folgen 8 kleine Juwelen, die man in einem Wochenende gesehen hat.

Wiedermal einen Wochenendtrip mit Freunden planen. Es geht nicht lange, bis einer die glorreiche Idee hat: „Prag!“ – Gääähn. Prag, Paris, Budapest: Hundertmal da gewesen, hundertmal Partys gefeiert, hundertmal den Eiffelturm abgelichtet – die Klassiker kennen wir. Warum also nicht mal was Neues?

Haven’t been there, haven’t done that (yet)

Dieses Wochenende fahren wir (mit dem Zug) lieber an Orte, an denen wir noch nie waren und genießen, dass es im engen Europa immer noch Städte gibt, in denen wir noch keine hundert mühsamen Hostel-Nächte verbracht haben. Und da wir nur ein Wochenende Zeit haben, kommt es uns auch gerade recht, dass in diesen Kleinstädte das Wichtigste in zwei Tagen erlebt ist.

1

Bern, Schweiz

Die gemütliche Kleinstadt im Herzen der Schweiz muss sich immer wieder hinter den Weltstädten Zürich oder Genf anstellen. Dabei hat die Hauptstadt ihren ganz eigenen Charme: lebendige Hipster-Quartiere, mit immer neuen Pop-Up-Cafés, versteckte Kellerlokale mit coolen Live-Bands und eine wunderschön verwinkelte Altstadt mit geheimen Treppen hinunter zum Fluss. Unser Tipp: Passend zur dunklen Jahreszeit kann man in Bern eine Grusel-Tour buchen, die die düsteren und blutigen Legenden zu eben diesen Kellerzimmern und Winkelgassen erzählt. Oder für die, die es doch lieber besinnlich mögen gibt es seit letztem Jahr einen wunderschönen  Sternenmarkt auf der kleinen Schanze, einem verschachtelten Stadtpark inklusive imposanter Brunnen-Figur und Goldfischsee.

Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

2

Gruyères, Schweiz

Noch viel winziger als Bern, aber ein genauso heißer Tipp ist das Städchen Gruyères (dt. Greyerz) im französischen Teil Fribourg. Packt lieber mal die Wanderschuhe ein, denn um überhaupt in den Dorfkern zu gelangen, gilt es erst, einen kleinen Berg zu bezwingen. Danach könnte man auch gleich auf der bekannten Chäs- und Schoggi-Wanderroute weitermachen – die ist auch bei Schnee ein wunderbares Vergnügen. Wer lieber innerhalb der Stadtmauern bleibt, kann das uralte Schloss mit seiner 800 Jahre alten Geschichte bewundern oder sich im HR Giger Museum von dessen grotesken Alienfiguren gruseln lassen. Übrigens ist diese Region auch Produktionsland des bekannten Greyerzer Käse mit AOP-Siegel.

Bildquelle: Gruyères Tourismus

3

Konstanz, Deutschland

Das pulsierende Zentrum der Vierländerregion, wie sich Konstanz selber nennt, liegt direkt am Bodensee und bietet mit Wasser und Bergen in unmittelbarer Nähe den perfekten Ausgangspunkt für ein herbst-, winterliches Wander- und Entdeckungswochenende. 2019 ist in Konstanz das „Jahr der Natur“ und davon hat die Stadt viel zu bieten: Beispielsweise ein Insel- und Vulkanhopping (kennen wir ja sonst nur von Griechenland & Co.), bei dem man versteckte Ufer und skurrile Gesteinsformationen bewundern kann. In der Vorweihnachtszeit liegt ausserdem ein extra „Weihnachtsschiff“ im Hafen von Konstanz, auf dem sich ein festlich geschmücktes Restaurant befindet, eine Ice-Bar mit 30.000 Lichtern und eine Ice-Cave im Einstiegsdeck für Firmenanlässe und persönliche Feiern.

Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

4

Lund, Schweden

Wer das Glück hat, im Norden Deutschlands zu leben, dem stehen auch die ganzen Südskandinavischen Städte-Ideen offen. Wie zum Beispiel die Studi-Stadt Lund, nur wenig nördlich von Malmö: Dank der jungen Bevölkerung florieren Kunst und Komik in den gepflasterten Gassen der Stadt, farbenfrohe Fassaden trotzen der nordischen Frische und allgegenwärtig ist der innovative Scandi-Flair. Wer mit den kalten Wintertagen da etwas Mühe hat, macht es am besten wie die Schweden selber: Beim gemütlichen „Fika“ – nicht lachen, das bedeutet „Kaffeepause mit Gebäck“ – eine leckere Kardamom- oder Zimtschnecke verdrücken, und sich von den orientalischen Gewürzen von innen aufwärmen lassen.

Bildquelle: Aline Lessner/imagebank.sweden.se

5

Aarhus, Dänemark

Auch die zweitgrößte Stadt Dänemarks ist eine echte Studenten-Stadt und lebt von buntem Multikulturismus (rund 5.000 ausländische Studenten leben hier) und dänischem Hygge. Am besten gelingt die Kombi der beiden im hippen Latin Quarter, wo tagsüber junge Eltern mit Kindern unterwegs sind und abends coole Bars und Restaurants ihre Türen öffnen. Alternativ lässt es sich in Frederiksbjerg auch ganz gut chillen, oder man besucht das Rainbow Panorama (im Bild), mit wortwörtlich buntem Blick über die ganze Stadt.

Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

6

Biarritz, Frankreich

Für alle Surfer und Surferinnen ist Biarritz neben Hossegor und Seignosse an der Atlantik-Küste einer der Hotspots. Doch das kleine Städtchen ist auch für all diejenigen einen Ausflug wert, die den Surf-Trend irgendwie verpasst haben. Denn wer trotz Winterzeit und fehlendem Surfboard ein bisschen maritimes Feeling möchte, sollte unbedingt ins Meeresmuseum, das nicht nur Tauchfans sondern auch Architektur-Interessierte begeistert (es befindet sich in einem alten Art Déco Gebäude), oder zum bekannten Leuchtturm spazieren. An der Küste flanieren und abends edel dinieren, wie das ihrerzeit schon Sissi und Napoleon gemacht haben – das geht eh immer.

Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

7

Budweis, Tschechien

Wenn’s nach Tschechien gehen soll, muss es nicht immer Prag sein. Die Hauptstadt Südböhmes hat zwar weniger Brücken, dafür mindestens genauso imposante Bauten und geschichtsträchtige Kirchen und: sein weltbekanntes Budweis-Bier. Einen Besuch in der Budvar Brauerei sollte man sich also unter keinen Umständen entgehen lassen. Fun Fact: Der Bischof von Budweis segnete kürzlich offiziell ein extra für wohltätige Zwecke gebrautes Bier. Dieses gibts am diesjährigen Weihnachtsmarkt zu kaufen. Der gesamte Erlös wird gespendet. Nichts wie hin, denn wie oft kann man schon gesegnetes Bier trinken?

Bildquelle: Budweis Tourismus

8

Lüttich, Belgien

Von Aachen aus in nur 20 Minuten erreichbar, liegt das beschauliche Lüttich (frz. Liège) in der Wallonie. Das erste, was man nach der Ankunft mit dem Zug bestaunen darf, ist der Bahnhof selbst: Vom spanischen Architekt Santiago Calatrava entworfen, ist er Sinnbild für die neue, moderne Ausrichtung der Stadt. Coole Concept-Stores, Streetart und unzählige Kulturstätten machen die Stadt zu einem Hotspot für junge Entdecker. Unbedingt machen: Eine typische Lütticher Waffel bei Une Gaufrette Saperlipopette schlemmen oder übers größte Weihnachtsdorf von Belgien schlendern und sich mit Pékèt (Wacholderschnaps) und sportlichem Eislaufen aufwärmen.

Bildquelle: O.T. Liège – Marc Verpoorten

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Titelbild: Unsplash unter CC0 Lizenz

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