Dinge, die ich in der Pandemie zu schätzen gelernt habe

Eine Frau sitzt auf einem Berg und schaut in den Himmel. Bild: Pexels

Von einem Tag auf den anderen stand die Welt plötzlich still – Adieu, lange Partynächte, ausgelassene Stunden mit Freund*innen oder der Besuch bei Oma zum Mittagessen – übrig blieb: ein völlig neues und anderes Leben. Obwohl uns die Corona-Pandemie einiges abverlangt hat, versuchen wir stets das Positive zu sehen: Ein paar unserer Autor*innen erzählen euch, welche Dinge man nun mehr zu schätzen weiß und was wir vielleicht alle aus der Pandemie lernen können.

Elisa (19)

Durch die Corona-Zeit ist mir besonders bewusst geworden, wie wichtig der Austausch mit Freund*innen für mich ist. Obwohl ich sonst zu den Menschen gehöre, die Kontakte hier und da mal etwas schleifen lassen, habe ich mich während der Pandemie bemüht, mich regelmäßig bei den anderen zu melden. Oft haben wir auch gemeinsam per Videochat telefoniert. Das hat mir ein bisschen Normalität zurückgegeben und noch einmal mehr vor Augen geführt, wie dankbar ich für diese Freundschaften bin: Ich weiß, dass ich mich auf meine Freund*innen verlassen kann und wir uns auch in schwierigen Zeiten nicht aus den Augen verlieren. Zudem habe ich meine Beziehung mehr schätzen gelernt: Abgesehen von meiner Familie und meinen Mitbewohnerinnen ist mein Freund momentan meine einzige Kontaktperson. Die Umstände der Pandemie und des Online-Semesters gehen an uns beiden nicht spurlos vorbei und wir sind froh darüber, dass wir uns gegenseitig unterstützen können. Dadurch, dass Treffen und Veranstaltungen am Wochenende wegfallen, bin ich auch öfter bei meiner Familie in der Heimat. Auch wenn ich sicherlich nicht wieder nach Hause zurückziehen würde, fühle ich mich dort extrem wohl. Die Tage bei meinen Eltern und Geschwistern sind für mich zu einem wichtigen Ausgleich geworden, den ich in Zukunft nicht missen möchte.