Liebeserklärung an: Den digitalen Spieleabend

Ein digitaler Spieleabend verbindet nicht nur virtuell. Bild: Unsplash

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

Ich war nie der Typ für Spieleabende: Besonders bei kompetitiven Brettspielen platzt mir – einer sonst ruhigen und sanften Seele – sehr schnell der Kragen. Der Verrat durch meine engsten Freunde beim „Mensch ärgere Dich nicht“ trifft mich eben doch mitten ins kalte, vertrocknete Herz. Kooperative Videospiele waren da schon viel eher mein Metier, auch weil sich da mein Hass meist gegen eine Maschine oder eine Person, die mich sowieso nicht hören kann, richtet. Wenn dann noch ein paar Kumpels sowie der ein oder andere Stimmungsheber dazukommen, sieht die Gleichung schon ganz anders aus:

Videospiele + Freunde Alk = ein echt geiler Abend

Ich kannte mal einen, der einen kannte …

Lockdown, Ausgangssperre, quasi häusliche Quarantäne – für mich als Gamer hat sich durch die Pandemie nichts geändert.

Dachte ich! Denn vom Arbeitsplatz mal abgesehen (ein Studium hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht in Erwägung gezogen) war die Pflege von Kontakten deutlich schwerer geworden – fast so schwer wie neue Leute kennenzulernen. Glücklicherweise war da jedoch dieses recht beliebte Multiplayer-Koop-Horrorspiel namens Dead by Daylight, welches ein Kindheitskumpel und ich zu unterschiedlichen Zeitpunkten gekauft hatten, ohne je auf die Idee zu kommen, es mal zusammen auszuprobieren. Da traf es sich auch besonders gut, dass er zu diesem Zeitpunkt mit einigen anderen Personen einen eigenen Discord-Server eröffnet hatte und sie es dort rauf und runter spielten. Eine Einladung später also und ich renne zusammen mit ihnen vor einem Mörder weg, der uns auf in der Gegend herumhängenden Fleischerhaken aufspießen will – klassische Feierabendaktivitäten eben.

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.