Einstellungssache: Ein Jahr … in Kurzarbeit

Mann sitzt am Schreibtisch

Dieser Text stammt von @hanjokoch, Autor von „Working on a new me“.

Sport ist Mord — oder doch nicht?! Wie Du Job-Routinen verbessern und Dir Neues vom Sport abschauen kannst. 

Die Pandemie hat den Arbeitsalltag, aber auch das Privatleben an vielen Stellen komplett auf den Kopf gestellt. Das vergangene Jahr in Kurzarbeit hat einiges verändert — meine persönlichen Erfahrungen damit: 

SPARSAMKEIT: Einiges musste als persönlicher Verlust verbucht werden, unter anderem Flug-, Zug- & Konzerttickets, die unwiderruflich und nicht mehr stornierbar waren. Auch der Einzelhandel hat mich nicht mehr wirklich oft gesehen, da die Einsparungsmaßnahmen den sonst möglichen Neukauf von Saison-Mode auf die Luxus-Liste verbannt haben. Mein Kleiderschrank freut sich dafür zumindest über die nicht neu gekauften Klamotten — weil er aufgeräumt und ordentlich bleibt. 😜

PERSPEKTIV-LOSIGKEIT: Jede Woche ändert sich wieder etwas. Die letzte Planänderung kann eine erneute Korrektur bewirken, die Vorausplanung hat sich deutlich verkürzt: „Auf Sicht fahren“ ist zur Devise und Einstellungssache geworden, so als wäre seit einem Jahr dichtester Nebel auf der Autobahn. Alles andere wäre eher wie ein Blick in die Glaskugel. 🔮

GEBORGENHEIT: Das Netzwerk nicht zu vergessen und Wege finden, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich trotz Distanz weiter aufgehoben zu fühlen — das klappte mit gemeinsamem Video-Dinner mit der Familie, wöchentlichen Zoom-Calls mit der Community oder mehr FaceTime-Anrufen mit dem Inner Circle. Gemeinschaftsgefühl großschreiben. 👨‍👩‍👧‍👦

DANKBARKEIT: Dafür, dass die finanzielle Unterstützung seit einem Jahr von staatlicher Seite existiert — denn bei -75 % Umsatzeinbruch in meiner Branche (der Hotelerie) ist seitdem ein absolut kostendeckendes Wirtschaften angesagt. 75 % der Belegschaft wären ansonsten mit Sicherheit schon längst in der Arbeitslosenstatistik drin, mit noch viel weniger Perspektive als aktuell. 💶

HÄUFIGKEIT: Einige Arbeitskleidung kam in den Work-from-Home-Phasen erst gar nicht zum Einsatz, die Gym-Tasche über viele Monate nicht mehr an die frische Luft und die Skisachen blieben gänzlich in ihrer Kiste. Umso mehr werden mich die wenig getragenen Klamotten feiern, wenn ich sie für ihre gekauften Anlässe wieder häufiger aus dem Kleiderschrank „befreien“ kann. 🤵‍♂️

Im Kölner Umland mit Rievkooche und Halve Hahn aufgewachsen, hat es mich mittlerweile in die Hauptstadt von Weißwurst, Hendl und der Wiesn verschlagen — ein Kölsches Herz schlägt schließlich überall. ❤️