Fütterer is(s)t anders: Vegan = teuer? So geht low-budget-Pflanzenkost

Pasta mit Gemüse

Elina Fütterer ist Ökotrophologin, Yoga-Lehrerin und Surfer Girl. In ihrer Kolumne schreibt sie über die wichtigste Hauptsache der Welt: Essen. Genuss ist ein Muss – ohne dabei Gesundheit, Nachhaltigkeit und Ethik außer Acht zu lassen. Elina nimmt euch mit auf ihre kulinarische Reise. 

Vegane Ernährung kann sehr teuer sein – muss sie aber nicht. Wer Pflanzenkost mit extravaganten Ersatzprodukten und exotischen Superfoods gleichsetzt, wird allerdings schnell arm. Eine natürliche, regionale Ernährung hingegen ist nicht nur gesünder, sondern schont auch den Geldbeutel. Mit ein paar Tipps sparst du sogar beim Einkauf.

Setze auf eine vollwertige, pflanzliche Ernährung

Käseschmelz statt Parmesan, Bacon aus Seitan zum Frühstück oder giftgrüne Algenpülverchen im Smoothie: Heutzutage ist in der veganen Ernährung alles möglich. Fancy Ersatzprodukte mit grenzenlosen Preisen füllen die Supermarktregale. Zu veganem Käse, Seitanaufschnitt, veganen Süßigkeiten und anderen Ersatzprodukten zu greifen ist bequem, da sie oft einfach eins zu eins das tierische Pendant ersetzen. Allerdings musst du dafür auch tief in die Tasche greifen. Das gilt insbesondere dann, wenn du zusätzlich auf Superfoods wie Maca, Acai oder gekeimte Brokkolisprossen stehst.

Natürlich macht es Spaß, mit diesen exotischen Lebensmitteln zu experimentieren! Du brauchst aber weder täglich einen Matcha-Latte, noch Berge an Mandelmus, um dich ausgewogen vegan zu ernähren. Hältst du dich an die Vorgaben der veganen Ernährungspyramide, wirst du schnell feststellen, dass auf deinem Speiseplan hauptsächlich Grundnahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen stehen. Also Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln, Bohnen, Linsen, Haferflocken, Nudeln, Karotten, Paprika oder Äpfel. Alles keine Lebensmittel, die als teuer gelten, oder? Auch Tofu, Haferdrink und Sojajoghurt sind mittlerweile super erschwinglich und kosten nicht viel mehr als Produkte aus Kuhmilch.

Jeder, der sich Milch, Eier und Fleisch leisten kann, hat auch Geld für pflanzliche Lebensmittel. Der Trick liegt darin, dich so naturbelassen wie möglich zu ernähren. Dann ist eine vegane Ernährung nicht teuer. Die Devise lautet: Selbst zu kochen. Grundnahrungsmittel findest du in jedem Supermarkt, egal ob Discounter oder Bio-Supermarkt. Den Großteil deines Einkaufs kannst du easy bei Aldi oder Lidl erledigen. Dort gibt es mittlerweile sogar Milchalternativen und vegane Aufstriche. Wer seinen Grundeinkauf günstig im Supermarkt erledigt, hat sogar noch Budget für spezielle Produkte wie Käse-Ersatz oder Milchalternativen. Im Drogeriemarkt sind viele dieser Produkte günstiger als im Bio-Supermarkt.

Neben meinem Ökotrophologie-Studium und der Ausbildung zur Journalistin habe ich auch als Flugbegleiterin die Welt unsicher gemacht. Neugierig, abenteuerlustig und immer hungrig: Auf der Suche nach der perfekten Welle und der besten Açai-Bowl futterte ich mich schon durch mehr als 80 Länder.