„Nachhaltig ist das neue normal“ – Interview mit Martina von „FUTURE STORIES“

Martina Ponath von Future Stories

Wie kannst du etwas für die Umwelt tun, ohne dabei auf deine liebgewonnenen Gewohnheiten zu verzichten? Indem kreative Köpfe sich Lösungen für Probleme ausdenken und am Ende ein Produkt dabei herauskommt, das die Welt nicht nur ein kleines bisschen besser macht, sondern auch viel schöner. Wir haben mit Martina Ponath gesprochen, einer der Gründer*innen von FUTURE STORIES.

Martina, wie bist du darauf gekommen, eine Firma zu gründen?

Ich fand das Thema Start-Ups schon immer super spannend! Mein Mit-Gründer Carsten Wille war gerade auf der Suche nach einem neuen Projekt. Zuvor hatte er bereits mit zwei Freunden etepetete gegründet, ein Start-Up, das krummes Obst und Gemüse rettet und so auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam macht. Bei seinem nächsten Projekt sollte es darum gehen, wie man Plastikmüll reduzieren kann. Als mich Carsten gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, zusammen ein Start-Up zu gründen, war ich sofort überzeugt. So ist gemeinsam die Idee für FUTURE STORIES entstanden, mit Duschgel und Flüssigseife aus Pulver zur Reduzierung von Verpackungsmüll. Und dann haben wir einfach losgelegt, zusammen mit unserem dritten Mit-Gründer Mark Lübcke.

Was ist das Besondere an euren Produkten? Wie funktionieren sie?

Zum Start haben wir ein Pulver entwickelt, dass sich ganz einfach mit Leitungswasser in einem Refill-Pumpspender zu Duschgel oder Flüssigseife mit der typischen Geltextur anschütteln lässt. Wir versuchen so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Unsere Flaschen werden zum Beispiel in Deutschland produziert, das Pulver in der Schweiz. So können die Lieferketten möglichst kurzgehalten werden. Durch das geringe Gewicht und Volumen der Pulver-Sachets lassen sich on top CO2-Emissionen beim Transport reduzieren, weil viel mehr davon in einem LKW passen. Das Wasser kommt ja schließlich erst bei den Kund*innen zuhause in die Flasche! Außerdem pflanzen wir für jedes verkaufte Pflegeprodukt einen Baum in Kooperation mit Eden Projects.

Was wollt ihr mit euren Produkten erreichen?

Unsere Badezimmer sind voller Einweg-Plastik. Wieso eigentlich? Das größte Ziel von FUTURE STORIES ist es, dass unsere Produkte helfen sollen, Verpackungsmüll in den Badezimmern zu reduzieren, ohne dass man sich auf irgendwelche Rückschritte einlassen muss. Ich habe auch schon viele feste Seifen und Shampoos getestet, werde damit aber einfach nicht warm. Trotzdem möchte ich weniger Plastikmüll erzeugen! Mit unseren Produkten musst du nicht auf die gewohnte Gel-Textur verzichten und hast trotzdem viel weniger Verpackungsmüll.