Vierblättriges Kleeblatt und Eis auf Boden

Studie: Glückspilze und Pechvögel gibt es nicht

Zurück aber zu der Frage, ob es den klassischen Glückspilz oder Pechvogel überhaupt gibt. Psychologe Richard Wiseman von der englischen Universität Hertfordshire nahm sich genau dieser Frage an. Im Rahmen seiner Untersuchung testete er 400 Erwachsene, die sich für Glückspilze oder Pechvögel hielten. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass die Gruppe „Glückspilze“ eine deutlich bessere Menschenkenntnis besaß. So konnten die „Glückspilze“ deutlich genauer als die „Pechvögel“ einschätzen, wann eine Person die Wahrheit sagt und wann sie lügt. Aussagen der „Pechvögel“, sie würden seltener etwas gewinnen, sei es im Lotto oder anderen Preisausschreiben, führte Wiseman darauf zurück, dass sie viel seltener daran teilnahmen als die „Glückspilze“. Rein statistisch gesehen war es also kein Wunder, dass sie seltener etwas gewannen. 

Entscheidend sei aber vor allem die positivere Einstellung der „Glückspilze“, die ihnen Selbstbewusstsein und einen größeren Optimismus verleiht. Misserfolge führten Pechvögel eher auf das Schicksal zurück, das es nicht gut mit ihnen meinte, während die Glückspilze die Fehler bei sich selbst suchten und dann an sich arbeiteten, so Wiseman. Sein Fazit: „Die Wahrheit ist, dass das Schicksal niemanden bevorzugt.“

Mehr zum Thema:

Folge ZEITjUNG auf FacebookTwitter und Instagram!

Bildquelle: Harris Vo (links) und Pawel Janiak (rechts) auf Unslpash; CC0-Lizenz