Believe the Hype: Das sind die heißesten Städte im Osten

Radlerin

Im Osten sind die Mieten niedrig und das Bier fast umsonst: Für viele Studis aus der ganzen Republik reicht diese Vorstellung schon, um in Scharen in die gehyptesten ostdeutschen Großstädte zu strömen. Doch werden die Städte diesem Hype gerecht? Und steckt womöglich noch mehr in ihnen, was für Zugezogene nicht auf den ersten Blick sichtbar ist? Wir haben für euch nachgeforscht, was die beliebtesten Städte im „wilden Osten“ wirklich ausmacht.

 

Leipzig

Leipzig ist vieles, vor allem aber beliebt. Die niedrigen Mieten, die großen Altbauwohnungen und die aktiven jungen (Kunst-)Szenen sind nur einige der Gründe, warum so viele nach Leipzig ziehen. Schon seit mehreren Jahren wird die Stadt als das neue Berlin gehandelt, als der aktuelle „place to be“. Manchen ist das schon zu viel und sie sprechen nur noch abfällig über „Hypzig“ und manch einer meint, die hippe Großstadt könnte schon bald durch Brandenburg abgelöst werden. Aber diese Stadt hat tatsächlich viel zu bieten: Party und veganes Essen oder auch eine kleine neue Wohnung in Leipzig im Grünen, zum Beispiel für junge Familien. Ob es einem persönlich dort gefällt, und zwar auch dann noch, wenn alle coolen Kids nach Brandenburg gezogen sind, muss wie immer jeder mit sich selbst ausmachen.

 

Jena

Jena wurde letztes Jahr von der Wirtschaftswoche – aus wirtschaftlicher Sicht, versteht sich – zur „besten Großstadt Ostdeutschlands“ gekürt. Im Ranking wurden die niedrige Arbeitslosenzahl und viele weitere Faktoren einberechnet – die Gewinner dieser Studie haben wir hier für euch aufgelistet. In Jena gibt es eine hohe Zahl an Uni-Absolventen von der Friedrich Schiller Universität und der Ernst Abbe Hochschule. Es hagelt quasi Patente und das BIP steigt wie nichts Gutes, so der Bericht der Wirtschaftswoche. Wer gerne in den Bergen wandert, findet hier einen guten Ausgleich zum Lernen. Da das alles so beliebt bei Studierenden ist, sind die Mieten in Jena allerdings auch nicht so traumhaft günstig wie in manch anderen östlichen Städten.

 

Dresden

Klar, es ist fast schon schwer, Dresden zu unterschätzen, diese stolze Perle an der Elbe mit ihren imposanten Kathedralen und Opern und der quirligen, alternativen Neustadt. Deswegen darf sie im Ranking der heißesten Ost-Städte natürlich nicht fehlen. Dresden schnitt im Ranking der WiWo ebenfalls gut ab. Ein Grund dafür waren die stark gesunkene Jugendarbeitslosigkeit und die hohe Dichte an Ingenieuren – für die Macher der Studie ein absolutes Qualitätshighlight. Abseits von Schule, Uni und Karriere ist die Landschaft mit Elbufer, Parks, Wäldern und Schlössern allerdings der fast noch größere Pluspunkt dieser Großstadt.

 

Weimar

Weimar ist beschaulich, gemütlich, heimelig. Hier wandelt man auf den Spuren Schillers und Goethes, und irgendwie merkt man das auch: Das viele Grün, die herrschaftlichen Gebäude – all das lädt dazu ein, sich in die Vergangenheit zu träumen oder, wer weiß, vielleicht sogar selbst ein paar Zeilen zu dichten? Wem das alles nicht abenteuerlich genug ist, der sollte sich vielleicht eine andere Stadt aussuchen. Doch allen, die nicht auf riesige Menschenmengen stehen, kann Weimar mit seiner technisch und gestalterisch ausgerichteten Bauhaus-Universität eine schöne Studienzeit bescheren.