Lass uns Händchen halten, Brudi!

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Küsschen rechts, Küsschen links

 

Die Nepalesen sind aber nicht die einzigen, die im Umgang miteinander, etwas lockerer sind als wir. Auch unsere europäischen Nachbarn sehen keine Schwäche darin, ihre Zuneigung auch zu zeigen. Ein Grieche oder ein Türke findet es nicht komisch, seine Freunde zur Begrüßung auf die Backe zu küssen. Dabei handelt es sich natürlich um andere Kulturen, aber es ist eigentlich ziemlich besorgniserregend, dass unser männliches Selbstverständnis offenbar zu fragil ist, um ein Küsschen unbeschadet zu überstehen. Manche deutschen Männer scheinen nämlich der Meinung zu sein, dass die Männlichkeit des Phallusträgers nur mit der Anzahl der Brusthaare und der Menge an eroberten Frauen exponentiell steigt. Fällt man(n) aus dem Raster, verliert er auch seine Männlichkeit. Seine Freunde mit Küssen zu begrüßen ist dann natürlich undenkbar.

Viel zu oft erschallt ein herzhaftes, “Du Schwuchtel!”, wenn Männer ein Verhalten an den Tag legen, das nicht dem Klischee entspricht. Wie bescheuert das ist, muss ich wohl nicht genauer ausführen. Aber warum haben wir nur so viel Angst vor Nähe? Deine Jungs waren dabei als du zum ersten so viel getrunken hast, dass du kotzen musstest. Ihr habt zusammen Horrorfilme für Erwachsene geschaut, obwohl ihr damals doch erst 16 wart und sie waren für dich da, als deine erste ach so große Liebe dich verlassen hat.
Warum sollte man solchen Pfundskerlen nicht zwischendurch zeigen, dass man sie gern hat?

 

Knuddeln was das Zeug hält

 

Die Moral von der Geschichte: Knuddelt was das Zeug hält! Außer ihr mögt keinen Körperkontakt, dann seid wenigstens nett zueinander. Oder gebt eine Runde Döner aus! Das ist fast genauso gut, wie eine Umarmung. Aber eben nur fast.

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