Sex und Soda: Sex mit dem besten Freund – clever oder voll daneben?

Sex mit dem besten Freund

In dieser Kolumne schreibt Mila Bach über die prickelnden und weniger prickelnden Momente im Leben. Diesmal geht es um Sex mit dem besten Freund und ob das eine gute Idee ist.

Es ist passiert. Man hatte Sex mit der besten Freundin oder dem besten Freund. Kommt vor, ist oft unangenehm und steht wie ein riesiger Elefant im Raum zwischen der freundschaftlichen Beziehung. Aber ist es wirklich so schlimm?

Wenn es um Sex geht, gibt es viele unausgesprochene „Regeln“, die man befolgen soll. Viele meiner Freunde sagen immer „Don’t fuck the company“. Oder in nicht so schöner Sprache: „Man scheißt nicht, wo man isst“. Beides bedeutet, dass man mit niemanden von der Arbeit, Schule oder Uni schlafen sollte. Doch nicht nur Kolleg*innen sind untersagt. Auch von den lieben Nachbarn sollte man die Finger lassen. Und dann gibt es natürlich noch die besten Freunde. Was wird man vor ihnen von Anfang an gewarnt. Bloß nicht mit dem besten Freund schlafen, Mila, das geht immer nach hinten los! In mir kommt da die kleine Rebellin hoch, die alles mal ausprobieren möchte. Gesagt, getan.

Warum eigentlich nicht?

Wie kommt es eigentlich dazu, dass man mit seinem besten Freund schläft? In diversen romantischen Komödien ist immer der liebe Alkohol dran schuld.  Leider kann ich die Verantwortung nicht auf das gute Teufelsgesöff schieben. Ich war nämlich vollkommen nüchtern. Tatsächlich ist es schon viele Jahre her, aber mein bester Freund und ich haben uns, wie das für Freunde üblich ist, sehr gut verstanden. Es gab keine Geheimnisse. Ich wusste alles von ihm und er von mir. Das war wohl auch der Grund allen Übels. Denn wir haben viel über Sex gesprochen und uns all unsere intimen Geschichten erzählt. Irgendwann merkten wir, dass unsere Einstellung zu lockerem Sex sehr ähnlich ist und waren genervt davon, dass es so schwierig ist, jemanden für ein paar unkomplizierte Stunden in der Woche zu finden. Natürlich hatte dann einer von uns (wer das war, lässt sich nicht mehr zurückverfolgen) die glorreiche Idee, dass man es ja zusammen ausprobieren könnte. Immerhin sind wir ja erwachsen und auf so einer platonischen Ebene, dass sich daraus nicht mehr entwickeln und es nur gut werden kann!