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Spielesommer: Diese drei Spiele für die Switch dürft ihr nicht verpassen

Taktik, Grusel-Dioramen und Tom Nook: Wir zeigen euch, welche drei Switch-Titel der nahen Zukunft ihr euch auf jeden Fall vormerken solltet.

Als Nintendo vor knapp zwei Jahren die Switch auf den Markt brachte, hätte kaum jemand auch nur einen Pfifferling auf das neue System gesetzt. Denn die Wii U, der Vorgänger der Switch, ging mit nicht mal 14 Millionen weltweit verkauften Einheiten als einer der größten Flops in Nintendos Geschichte ein.

Heute sieht das Bild jedoch ganz anders aus. Nintendos Entschluss, die Switch zu einem Hybriden aus stationärem System und Handheld zu machen, entpuppte sich als voller Erfolg. Schon jetzt hat sich die Switch doppelt so häufig verkauft wie die Wii U. Logisch, dass dieser Erfolg viele Entwickler davon überzeugen konnte, vermehrt Titel für Nintendos System zu konzipieren. Davon profitiert nicht nur das Unternehmen selbst, sondern natürlich vor allem die Spieler. Wir zeigen euch drei Switch-Titel der nahen Zukunft, die ihr nicht verpassen solltet.

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1

Fire Emblem: Three Houses (Erscheint am: 26. Juli 2019)

Die „Fire Emblem“-Reihe zählt im Bereich der taktischen Rollenspiele zu den Evergreens. Schon seit 1990 dürfen Spieler in der Reihe, welche seit jeher Nintendos Inhouse-Entwickler Intelligent Systems zusammenbraut, epische Schlachten auf dem Kampffeld austragen.

Wie der Name schon andeutet, spielen in dem neuesten Teil drei Häuser eine ganz entscheidende Rolle. Diese drei Häuser namens „Die Schwarzen Adler“, „Die Goldenen Hirsche“ und „Die Blauen Löwen“ sind alle Mitglieder einer Militärakademie. An dieser werden junge Kämpfer in puncto Magie, Waffenfertigkeiten und Spezialkräfte ausgebildet. Ihr müsst euch zu Beginn des Spiels für eines der drei Häuser entscheiden und schlüpft so in die Rolle von einem der drei Hauptcharaktere – Edelgard, Dimitri oder Claude.

Cel-Shading-Look und überaus hübsche Anime-Sequenzen

Grafisch ließen die ersten gezeigten Szenen einen leichten Cel-Shading-Look durchschimmern. Dieser ist bekanntlich Geschmackssache, steht einem derart japanophilen Titel wie „Fire Emblem: Three Houses“ aber durchaus. Während die Hintergründe in den Kampfszenen sehr karg wirken, vermitteln die Zwischensequenzen einen überaus positiven Eindruck. Die wirklich sehr stimmungsvollen Anime-Szenen stehen dem Titel überaus gut zu Gesicht.

Wer darf sich drauf freuen? Alle Fans von „Final Fantasy Tactics“ und ähnlichen Strategie-Rollenspielreihen dürften mit „Fire Emblem: Three Houses“ mehrere dutzend Stunden beschäftigt sein. Auch diejenigen, die generell etwas mit dem Crossover „Anime/Mittelalter-Fantasy“ anfangen können, sollten einen Blick riskieren. Pluspunkt: Aufgrund der Tatsache, dass ihr euch zu Beginn für eines der drei Häuser entscheiden müsst, dürfte der Wiederspielwert recht hoch ausfallen. Denn jeder der drei Charaktere erlebt die Handlung aus einer anderen Perspektive.

2

Bloodstained: Ritual of the Night (Erscheint am: 27. Juni 2019)

Ein bisschen „Castlevania“, ein wenig Science-Fiction und viel Liebe zum Detail – voìla, das ist „Bloodstained: Ritual of the Night“. In dem Spiel schlüpft ihr in die Rolle der jungen Miriam. Sie ist ein Waisenkind, das eine Gruppe zwielichtiger Pseudo-Wissenschaftler schamlos für ihre Zwecke ausnutzte. Sie verabreichten Miriam kristallisierte Dämonen-Energie, die sich nun quasi von innen durch ihren Körper frisst. Die Folge: Ihre Haut nimmt nach und nach die Form von Kristallen an – als Mensch nicht besonders vorteilhaft. Um dem Fluch ein Ende zu setzen, muss sich Miriam durch ein riesiges Schloss kämpfen, in dem allerlei Unholde auf sie warten.

Ein filigranes „Grusel-Diorama“

Bei „Bloodstained: Ritual of the Night“ erwartet euch ein Titel in bester „Metroidvania“-Manier. Das bedeutet, dass ihr euch durch ein weit verzweigtes und verschachteltes Gebiet schlagt, in welchem ihr durch den Sieg gegen bestimmte Gegner neue Waffen und Fähigkeiten erhaltet. Setzt ihr diese richtig ein, verschafft ihr euch Zugang zu neuen Arealen. Der Titel findet technisch einen Kompromiss aus alt und neu. Während sämtliche Figuren und Gegenstände dreidimensional animiert sind, findet das komplette Spielgeschehen in 2-D statt. In den bisher gezeigten Szenen versprühte der Titel den Charme eines filigranen „Grusel-Dioramas“, dem es – kein Wunder bei dem Titel – außerdem an rotem Lebenssaft nicht mangelt.

Wer darf sich drauf freuen? Wer bei Reihen wie „Castlevania“ und „Metroid“ nicht Nein sagen kann, wird auch bei „Bloodstained: Ritual of the Night“ kaum um den Griff zum Gamepad herumkommen. Wer mit obskuren Monsterwesen und klassischem Hack’n’Slay etwas anfangen kann, wird hier definitiv gut unterhalten.

3

Animal Crossing (TBA)

Die „Animal Crossing“-Reihe ist so etwas wie die Wohlfühloase unter den Videospielen. Während es in anderen Titeln häufig nur „Schneller, höher, weiter“ heißt, schiebt „Animal Crossing“ eine überaus ruhige Kugel. Das Spielprinzip in aller Kürze: Ihr landet in einem Dorf voller anthropomorphisierter Bewohner und dürft euch die Zeit nun mit dem vertreiben, was euch Spaß macht. Fische und Insekten fangen, mit den Nachbarn plaudern, im örtlichen Laden ein paar Besorgungen erledigen – genau das ist „Animal Crossing“. Was sich zunächst relativ belanglos anhören mag, macht genau deshalb dennoch Spaß, weil das Spiel eine gehörige Portion Charme besitzt.

Ganz entspannt und mit viel Kawaii

Das ist vor allem mittlerweile fast schon ikonischen Figuren wie Tom Nook, dem örtlichen Ladenbesitzer, zu verdanken. Jeder findet in „Animal Crossing“ seine Lieblingsbeschäftigung. Sei es das Designen von Mode beim Schneider, das Züchten von Blumen oder auch das Schreiben von Briefen an die liebgewonnenen Nachbarn. Und außerdem will ja auch noch der Kredit abbezahlt werden, den man für das eigene Haus sowie dessen Ausbau aufnehmen musste. Doch typisch „Animal Crossing“ dürft ihr euch fürs Abzahlen so viel Zeit nehmen, wir ihr mögt.

Noch hat Nintendo zum kommenden „Animal Crossing“-Teil nicht viel verraten. Tatsächlich zeigte man den Spielern noch nicht mal richtiges Gameplay-Material. Es ist aber anzunehmen, dass man, wie in „New Leaf“ auch hier wieder als Bürgermeister des eigenen Dorfs fungiert und somit noch mehr Handlungsspielraum in puncto Stadtgestaltung hat. Auch das im Vorgänger so beliebte Feature, nach besonderen Muscheln und anderen Objekten im Ozean zu tauchen, dürfte wieder mit an Bord sein. Einen konkreten Termin für „Animal Crossing“ gibt es noch nicht. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass Nintendo diesen auf der E3 (11.06 bis 13.06. in Los Angeles) verrät und das Spiel im Spätsommer auf den Markt kommt.

Wer darf sich drauf freuen? Jeder, der gerne vorm Bildschirm entspannt und gegen eine ordentliche Portion Charme und Kawaii nichts einzuwenden hat. „Animal Crossing“ erinnert entfernt an das Spielprinzip von „Die Sims“. Durch seine tierischen Bewohner und seine enorme Nähe zur Natur besitzt es aber seine ganz eigene Atmosphäre. Außerdem: Es entschleunigt. Wo andere Spiele eine Dose Red Bull öffnen, gießt sich „Animal Crossing“ erstmal gemütlich einen Grünen Tee ein. Prost.

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Bildquelle: Unsplash unter CC0-Lizenz

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