Tag des Schlafes: Superpower Schlaf

Mann liegt auf einem Bett zu einem offenen Fenster gerichtet

Am 21. Juni findet jährlich der Tag des Schlafes statt. Menschen, die mindestens sechs bis acht Stunden am Tag schlafen, verbringen ungefähr ein Drittel ihres Lebens damit. Dafür, dass wir im Idealfall so viel Zeit in diesem Erholungsmodus verbringen, beschäftigen wir uns eigentlich ziemlich wenig damit, oder? Zumindest bis Schwierigkeiten, wie Probleme beim Einschlafen oder Schnarchen auftreten. Das dachten sich im Jahr 2000 auch die Initiatoren des Aktionstag und setzen sich seitdem für mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Schlaf ein. Wir haben den Aktionstag zum Anlass genommen, Spannendes und Wissenswertes rund um das Thema Schlaf zu recherchieren – und so viel zuvor: Schlaf ist eine echte Superkraft!

Während du schliefst…

Wenn wir ins Reich der Träume abtauchen, läuft unser Körper erst richtig zur Hochform auf. So ganz sind die Geheimnisse rund um unseren Schlaf noch nicht gelöst. Klar ist aber, unser Gehirn verarbeitet im Schlaf Erlerntes und Erlebnisse des Tages, während der Körper mit der Erholung und Regeneration beginnt. Nachdem wir eingeschlafen sind, wechseln wir in einem 90-Minuten-Rhythmus zwischen Tiefschlaf- und Traumphasen. Außerdem wird ein Wachstumhormon ausgeschüttet, dass die Wundheilung und das Immunsystem unterstützt, beim Muskelaufbau und Fettabbau beteiligt ist und die Hautqualität durch Zellregeneration verbessert. Es wird also richtig gearbeitet, während wir vor uns hinträumen.

Lernen wie im Schlaf

Im Vergleich zu anderen Säugetieren haben wir Menschen einen besonders tiefen Schlaf. Forschende sehen darin einen Grund für menschliche Intelligenzfähigkeit und Lernfertigkeiten. Aber können wir wirklich im Schlaf etwas lernen? Das Vokabelbuch einfach unter das Kissen legen und am nächsten Tag den Test bestehen – das wäre ein Traum! Leider ist es nicht so einfach, der zu lernende Input muss natürlich vor dem Schlafengehen gelernt werden. Aber tatsächlich funktioniert unsere Gedächtnisbildung nicht ohne Tiefschlaf und so ist Wissen am nächsten Morgen meistens gefestigter als vor dem Schlafen. Besonders beeindruckend hat das ein Experiment Forschender aus Tübingen und Leipzig demonstrieren können. Dabei wurde gezeigt, dass Babys, die nach einer Lernphase einige Stunde schliefen, danach das Gelernte wieder abrufen konnten, während die Kinder ohne Schlafpause dazu nicht in der Lage waren.