Mann liegt auf einem Bett zu einem offenen Fenster gerichtet

Sagt die Schlafposition etwas über unseren Charakter aus?

Wer in der Embryo-Stellung schläft ist sensibel, zärtlich und liebevoll. Bauchschläfer sind hingegen eher freiheitsliebend und weniger kritikfähig und Menschen, die in der Soldatenstellung schlafen (auf dem Rücken und die Arme neben dem Körper) sind introvertiert, aber haben große Ziele. In den 70ern hat der Autor und Psychologe Samuel Dunkell diese Kategorisierungen der Schlafpositionen und ihre zugesprochenen Charaktereigenschaften im populärwissenschaftlichen Bereich bekannt gemacht. Auch wenn solche Zuschreibungen beliebt und inzwischen weit verbreitet sind, richtig wissenschaftlich belegt werden konnten sie noch nicht. Klar ist, aus der Körperhaltung eines Menschen kann einiges herausgelesen werden, warum also nicht auch aus der Schlafposition? Tatsächlich wird sich in der Wissenschaft auch mit dem Thema beschäftigt, im Vordergrund stehen aber eher Fragen wie, welche Positionen am schonendsten sind oder Schnarchen und Apnoe, also Atemaussetzer während des Schlafens, vorbeugen könnten. Ganz grundsätzlich gilt aber, abgesehen davon, wenn ein Krankheitssymptom vorliegt: Egal wie wir schlafen, ob verrenkt, zusammengekauert oder ganz gerade, solange wir am nächsten Morgen erholt erwachen, ist jede Position zielführend.

Viva la Siesta!

Wir haben ein Schlafproblem: Nach einer Studie mit Arbeitnehmer*innen waren 80 Prozent von schlechtem Schlaf betroffen, 43 Prozent sind bei der Arbeit regelmäßig müde und ein Drittel zumindest erschöpft. Da erwiesenermaßen Müdigkeit zu weniger Leistung und größerer Gefahr von Unfällen führt, findet bei Unternehmen nach und nach ein Umdenken statt. So gibt es bei Google, der NASA, der BASF oder Nike sogenannte „nap rooms“, in denen die Mitarbeitenden zwischendurch ein Nickerchen zur Erholung halten können.

Tatsächlich ist das Konzept des kurzen Tagschlafs ziemlich beliebt (mal abgesehen von Kleinkindern, für die ein Mittagschlaf manchmal das Schlimmste zu sein scheint). Ob Powernap, Mittagschlaf, Inemuri oder Siesta, in fast jeder Kultur und Sprache gibt es einen Begriff für die kleine Pause zur Erholung. Denn genau das ermöglicht ein Mittagschlaf: Es ist eine Möglichkeit, den Stress kurz abzuschalten und sowohl dem Körper als auch dem Gehirn neue Konzentration, Leistung und schnellere Reaktion zu geben. Der perfekte Powernap sollte übrigens nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauern, da danach in eine tiefere Schlafphase gewechselt wird, aus der man eher schlechter wieder wach wird und sich weniger erholt fühlt. Dann kann ein Mittagsschlaf auch mal damit enden, dass man so verwirrt wach wird und nicht mehr weiß, ob man noch im selben Jahr ist.