AfDBjörn HöckeHolocaustPolitikerZentrum für Politische Schönheit

Björn Höcke wird Mini-Holocaust-Mahnmal vor die Haustür gebaut

Björn Höcke trinkt seinen Morgen-Kaffee nun mit Blick auf sein eigenes Holocaust-Mahnmal.

Der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende Björn aka Bernd Höcke hat sich in der Vergangenheit einen Namen gemacht, nicht aber, weil er die thüringische Landespolitik nach vorn gebracht hat. Im Gegenteil: Er hat durch seine Reden, ja, man kann sagen, durch seine rechtsradikale Hetze das schrecklichste Kapitel deutscher Geschichte verharmlost und verhöhnt. Das Zentrum für politische Schönheit hatte nun einen neuen aufsehenerregenden Einfall: Vor zehn Monaten begann das Projekt für einen Bau einer kleineren Ausführung des Berliner Holocaust Mahnmals. Und zwar direkt vor Höckes Haustür. Seit Mittwochvormittag ist es fertiggestellt und darf von Höcke persönlich bestaunt werden.

 

Der rechte Parolenprediger Björn Höcke

 

Der AfD-Politiker gab schon so einige Aussagen von sich, die mehr nach 1933 als nach 2017 klangen. Gipfelnd im Januar diesen Jahres, als er das Berliner Holocaust Mahnmal als „Mahnmal der Schande“ bezeichnete, welches sich das deutsche Volk als einziges Volk dieser Welt in seine eigene Hauptstadt gepflanzt hätte. Dies sei in seinen Augen „lächerlich“, es würde die deutsche Geschichte „miesmachen“.

Bernd Höcke? Björn Höcke? Wie heißt er denn nun?

Das ZPS zeigt uns eine neue Dimension des Aufmerksamkeitserregends

 

Umso schöner die Aktion des ZPS, um Höcke das „Gedenkenlernen“ beizubringen. Bereits in der Vergangenheit hat die Aktivistengruppe bei Themen wie der Flüchtlingskrise durch ihre eindrucksvollen Aktionen, wie der Installation von Rettungsinseln im Mittelmeer wertvolle Reizpunkte gesetzt. Immer wieder erregen sie damit Aufmerksamkeit und zeigen der Öffentlichkeit die Brisanz dieser Themen. Vor dem Maxim Gorki Theater in Berlin inszenierten sie im vergangenen Jahr ein „Flüchtlingsfressen„. Über einem Gitterkäfig mit vier Tigern und einem Mann in Imperator-Kostüm stand die Aufschrift „Flüchtlinge fressen – Not und Spiele“. So bitter und zynisch zugleich traute sich bis dato wohl niemand das Leid der Flüchtlinge darzustellen.

Kommentare

  1. Yay, wir verschwenden Spendengelder um einen Politiker zu ärgern, der sein Denken mit Sicherheit nicht verändern wird, nur weil wir ihn ärgern, sondern ihn darin sogar eher bestärkt, anstatt die Gelder zu nutzen um etwas sinnvolles zur Flüchtlingshilfe beizutragen….

    Dan / Antworten
    • Wer lesen kann ist klar im Vorteil…

      „…Mithilfe von Spendeneinnahmen bauten sie am Mittwochvormittag ein kleines Abbild eben dieses Berliner Holocaust-Mahnmals…“

      afw / Antworten

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