Danger Dan: Ist das alles von der Kunstfreiheit gedeckt?

Danger Dan auf einer Bühne

„Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ singt Danger Dan in seinem neuen Song, in dem er unter anderem Alexander Gauland als Nationalsozialist und Jürgen Elsässer als Antisemit bezeichnet. Das wirft die Frage auf, was wirklich von der Kunstfreiheit gedeckt ist.

Was wird im Song behauptet?

Am 30.04. erscheint das Klavieralbum des Rappers Danger Dan, den man auch als Mitglied der Antilopen Gang kennt. Das Album wird denselben Titel tragen wie die vor kurzem veröffentlichte Single: „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“. Aber was sagt Danger Dan eigentlich Kontroverses in dem Song?

In den ersten Strophen erhebt er im Konjunktiv diverse Vorwürfe gegen verschiedene Personen, darunter beispielsweise Ken Jebsen. Hier spielt er damit, dass niemand ihn dafür belangen kann, da seine Aussagen schließlich nur im Konjunktiv stehen. In der letzten Strophe lässt er dann aber den Deckmantel des Konjunktivs fallen, wechselt zum Indikativ und deklariert das, was er zuvor bereits indirekt geäußert hat, zu seiner eigenen Meinung. Und die lautet wie folgt:

Der rechte Journalist und Publizist Jürgen Elsässer wird als Antisemit bezeichnet, dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland wird vorgeworfen, wie ein Nationalsozialist zu wirken. Auch dem Verleger und Aktivisten der „Neuen Rechten“ Götz Kubitschek werden ein paar Zeilen gewidmet.

Danger Dan fordert außerdem dazu auf, nicht mit Faschist*innen zu diskutieren und nicht auf den Staat zu vertrauen, da der Verfassungsschutz selbst schließlich den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) mit aufgebaut habe. Auch auf die Polizei könne man nicht zählen, da diese immer von Nazis durchsetzt gewesen sei und Beamte den Sierra-Leoner Oury Jalloh in seiner Gewahrsamszelle angezündet und sterben lassen haben. Weiterhin ruft Dan zu Militanz auf, wenn man nicht friedlich gegen besagte Gewalt von rechts ankommen kann.

Ein Freigeist in Freiheit. Ich bin verliebt in den Sommer und schöne Worte. Wenn ich nicht gerade schreibe, sitze ich wahrscheinlich mit einem Roman irgendwo am Wasser. Oder auf alten Zeitungen, um jede Menge Farbe auf unbeschriebene Blätter zu klatschen. Aber am allerliebsten lebe ich: la vida loca!