Sex und Soda: Wie beeinflusst der Mond unser Sexleben?

Eine Frau schaut zum Mond auf

In dieser Kolumne schreibt Mila Bach über die prickelnden und weniger prickelnden Momente im Leben. Diesmal geht es um den Einfluss des Mondes auf unser Liebesleben.

Es gibt viele äußere Einflüsse, die das sexuelle Verlangen beeinflussen. Zum Beispiel der hormonelle Zyklus, die psychische Verfassung oder der Stress auf der Arbeit. Doch da gibt es noch mehr, womit man eigentlich nicht rechnet. Wie wirkt sich der Mond auf unsere Libido aus?

Dass der Mond Einfluss auf den Menschen hat, ist schon lange auch aus wissenschaftlicher Sicht belegt. Beim Holzfällen wird darauf geachtet, wie der Mond steht. Je nachdem dehnt sich das Holz aus oder zieht sich zusammen und ist entweder leichter oder schwerer zu fällen. Die Königsdisziplin des Mondes darf man auch nicht vergessen: Er beeinflusst Ebbe und Flut. Auch der menschliche Körper besteht zu circa 80 Prozent aus Wasser. Gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass er uns auch beeinflusst, oder?

Der liebe Vollmond

Ich würde mich als ziemliche Skeptikerin bezeichnen. Erstmal glaub ich Sachen nicht so gerne, bis ich selbst nachrecherchiert habe. Menschen, die sehr nach dem Mond leben, sind mir erstmal ein bisschen suspekt. Und wenn meine Mutter mal wieder die Augen verdreht und „Vollmond“ murmelt, wenn mein Vater einen blöden Spruch loslässt, finde ich es immer etwas übertrieben. Doch je älter ich werde, desto mehr beschäftige ich mich damit. Unfreiwillig. Alles fing damit an, dass ich mir als Verhütung einen Kupferball einsetzen ließ. Leider hat mein Körper sehr sensibel darauf reagiert und ich hatte ziemliche Schmerzen. Da ich eigentlich eher hart im Nehmen bin, war ich von meiner Überreaktion überrascht. Das passte nicht zu mir. Ein Telefonat mit meiner Mutter später habe ich den vermeintlichen Übeltäter ausfindig gemacht: Vollmond. Wie konnte ich nur so naiv sein und mir während Vollmond etwas in die Gebärmutter einsetzen lassen? Wo er doch angeblich jedes Gefühl verstärkt? Ein paar Wochen später, wachte ich um 5:30 Uhr ohne Wecker auf. Komisch. Das ist absolut gar nicht meine Zeit. Tagsüber las ich dann in der Zeitung, dass in der Nacht Supermond war. Also ein Vollmond, der besonders nah an der Erde dran war. Und ratet mal. Um halb sechs schien er am intensivsten.