Sex und Soda: Rollenspiele – aufregend oder peinlich?

Eine Frau sieht einen Mann verführerisch an. Bild: Pexels

In dieser Kolumne schreibt Mila Bach über die prickelnden und weniger prickelnden Momente im Leben. Diesmal geht es um Rollenspiele und deren großes Potenzial.

Wenn es im Sexleben nicht mehr funkt, raten viele zu Rollenspielen für frischen Wind im Schlafzimmer. Doch wie läuft das ab? Und wie kann man das ohne Lachen durchstehen?

Gleich zu Beginn: Ich habe noch nie ein richtiges Rollenspiel gemacht. Deswegen kann ich nur meine Gedanken zu dem Thema mit euch teilen. Obwohl ich lange dachte, das wäre nichts für mich, kann ich mich mit der Vorstellung immer besser anfreunden.

Ohne peinliche Kostüme

Bei dem Wort Rollenspiel schießen mir immer wieder die gleichen Gedanken durch den Kopf. Krankenschwester und Patient. Boss und Sekretärin. Hausmädchen und Hausbesitzer. Mal abgesehen davon, dass diese Rollen ein fragwürdiges Machtverhältnis zwischen Mann und Frau zeigen, habe ich immer das Bild von peinlichen Kostümen vor Augen. Vor allem in Pornos sind zum Beispiel Rollenspiele á la Schulmädchen und Lehrer ein absoluter Klassiker und Dauerbrenner. Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, wenn Menschen ihren Spaß daran haben. Aber da muss es doch mehr geben? Denn ehrlichgesagt habe ich wenig Lust mich in ein billiges Outfit zu schmeißen und mich wie ein unterwürfiges Mädchen zu verhalten. Für ein vernünftiges Rollenspiel braucht man doch einfach nur ein paar wenige Dinge. Einen Mitspieler (egal, ob in einer festen Beziehung oder eine Affäre), eine gute Idee und eine große Portion Selbstbeherrschung, damit man nicht ständig lacht und aus der Rolle fällt.

Das schöne Neue

Die Sitcom „Modern Family“ hat mich zum ersten Mal dazu gebracht, meine Gedanken zum Thema Rollenspiel auszuweiten. Das Ehepaar aus der Serie hat sich zum Valentinstag verabredet und ausgemacht, dass sie sich in einer Bar treffen und neue Identitäten annehmen. Es geht zwar alles schief, aber zumindest am Anfang hatten sie großen Spaß dabei. Vor allem in einer Beziehung kann ein Rollenspiel etwas zurückbringen, das oft als verloren angesehen wird: das aufregend prickelnde Neue.