Vorgestellt: Oh Circle – das erste Zero-Waste-Café Münchens

Café Oh Circle

Social Entrepreneurship, Aktivismus & Co: In dieser Rubrik stellen wir euch Menschen und Initiativen vor, die mit ihren Ideen die Welt ein kleines Stückchen besser machen.

In München hat das erste Zero-Waste-Café eröffnet: Oh Circle. Nach langem Suchen wurde im Olympiadorf ein Zuhause für das kreative Kreislaufcafé gefunden, das dort als nachhaltiger Ort für die Nachbarschaft dienen soll. Finanziert wurde es durch zahlreiche Spenden eines erfolgreichen Crowdfundings auf Startnext.

Das Café ist von Katharina Freundorfer, der Gründerin von Oh Circle, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Olympiadorf e.V. und dem Projekt Olytopia entstanden. So soll das Café als kreativer und nachhaltiger Ort für die Nachbarschaft des Olympischen Dorfs dienen, in dem die Themen Bildung, Gesundheit, Kultur und Umwelt zusammenkommen. Das Café versteht sich als Kreislaufwerkstätte, da die Verantwortlichen bei den Speisen auf einen niedrigen CO2-Impact, vegane Zutaten und eine möglichst verpackungsfreie Anlieferung achten. Außerdem werden keine Einmalprodukte genutzt, der Müll getrennt und dank einer im Café integrierten Abgabestelle für foodsharing keine Lebensmittel verschwendet. Die Abgabestelle beinhaltet zudem ein Verschenk’s-Regal und eine Wertstoff-Ecke, die von den Besucher*innen genutzt werden können.

Das Konzept wurde vorab schon in einem Pop Up getestet und konnte 2020 über Crowdfunding finanziert werden. Nachdem im Olympischen Dorf die passende Immobilie gefunden wurde, konnte das Café im Helene-Mayer-Ring 14 dank zahlreicher freiwilliger Helfer*innen vor Kurzem fertiggestellt werden und kann ab sofort Freitag bis Sonntag besucht werden, ein sogenanntes Soft Opening. Der Großteil der Einrichtung ist dabei aus upcycled Second-Hand-Funden und Materialien sowie Sachspenden entstanden. Eine Gastronomie, die vormacht, dass es möglich ist, einen kleinen CO2-Abdruck zu hinterlassen und nachhaltig zu agieren. Nachdem Zero-Waste-Cafés schon in Hamburg, Berlin und Stuttgart existieren, hat nun auch München einen Ort, an dem man mit gutem Gewissen bei Kaffee und Kuchen über eine grünere Welt sinnieren kann.

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Fotoquelle: Tizian Unkauf

Denkt intersektionalen Feminismus und setzt sich für Gleichberechtigung jeglicher Form ein. Nach ihrem Studium der Theater- und Kommunikationswissenschaft baut sie sich jetzt – auf dem Weg zur Schauspielerei – ein zweites Standbein als Autorin auf.