Fütterer is(s)t anders: Warum ich Frostbeule auf muckelige Wollklamotten verzichte

Ein Schaf blickt in die Kamera. Bild: Unsplash

Elina Fütterer ist Ökotrophologin, Yoga-Lehrerin und Surfer Girl. In ihrer Kolumne schreibt sie über die wichtigste Hauptsache der Welt: Essen. Genuss ist ein Muss – ohne dabei Gesundheit, Nachhaltigkeit und Ethik außer Acht zu lassen. Elina nimmt euch mit auf ihre kulinarische Reise.

Gestatten: Ich bin eine Frostbeule. Ich fühle mich erst bei Temperaturen ab 25°C richtig wohl. Darum gehören Wärmflasche und Wolldecke auch fest zu meinen Travelgadgets – auch, wenn es in tropische Regionen geht. Die AC im Hotel oder die Klima im Flugzeug könnten ja kalt sein.

Allein der Gedanke an den deutschen Herbst und Winter jagen mir einen Schauer über den Rücken: Schniefnase, kalte Füße und Schmuddelwetter. Den Großteil dieser fiesen Jahreszeit bin ich eingemummelt vor der Heizung zu finden – mit Tee in der Hand und Wärmflasche auf dem Schoß. Meine Mitbewohnerinnen haben früher immer gesagt, dass sie wüssten, dass der Sommer endlich da ist, wenn ich morgens nach dem Aufstehen nicht mehr den Wasserkocher angeschmissen habe.

Ich liebe die Wärme. Mein sicheres Plätzchen vor der Heizung verlasse ich im Winter darum nur selten. Und wenn doch, dann nur in voller Montur: Leggings, riesiger Pullover, zwei Paar Socken, Mütze. Wird es richtig kalt, werden auch die UGG-Boots wieder unter dem Bett hervorgeholt – auch, wenn ich weiß, dass das ein absoluter Mode-Fauxpas ist.

Bei meinem Kälteempfinden ist es nicht verwunderlich, dass zwei Drittel meines Kleiderschranks aus Life Savern wie dicken Wollpullovern, riesigen Strick-Cardigans und einer sehenswerten Mützensammlung bestehen. Wie ich irgendwann festgestellt habe, stand in den Schildchen meiner Lieblingspieces öfter auch mal Mohair, Merino oder Kaschmir.

Kuschelige Wolle kommt vom lebendenden Tier

Wolle gilt als Naturprodukt und besonders hochwertig. Bei Wolle denken viele erstmal an Schafe, aber auch die Wolle von Ziegen, Lamas, Alpakas, Bisons oder Kaninchen werden für die Herstellung von Kleidung und anderen Produkten verwendet. Das sind die bekanntesten Wollarten:

  • Schafwolle, wie zum Beispiel Merino
  • Angora: Wolle des Angorakaninchens
  • Alpaka: Wolle de Alpakas
  • Mohair: Wolle der Angoraziege
  • Kaschmir: Wolle der Kaschmirziege

Neben meinem Ökotrophologie-Studium und der Ausbildung zur Journalistin habe ich auch als Flugbegleiterin die Welt unsicher gemacht. Neugierig, abenteuerlustig und immer hungrig: Auf der Suche nach der perfekten Welle und der besten Açai-Bowl futterte ich mich schon durch mehr als 80 Länder.