Eine Frau sitzt auf einem Stuhl und liest ein Buch.

30 Bücher, die man vor seinem 30. Lebensjahr gelesen haben sollte

21. Vom Ende der Einsamkeit – Benedict Wells

Ein einfühlsamer und schöner Roman, der das Leben von Jules und seinen Geschwistern im Detail erzählt – vom Tod der eigenen Eltern, dem Aufenthalt im Internat, dem Erwachsenwerden mit all seinen Hindernissen und schönen Momenten. Ein Buch, das einen völlig vereinnahmt und berührt. Denn es geht um das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und die Frage, was bei einem selbst dabei unveränderlich bleibt. Eine moderne, realistische Liebesgeschichte, die zu Tränen rührt und zu Recht als große Gegenwartsliteratur gilt.

22. Kafka am Strand – Haruki Murakami

In dem Buch von Murakami geht es nicht um Franz Kafka, keine Sorge. Das Buch handelt von Kafka Tamura, den man auf seiner abenteuerlichen, schicksalhaften und wundersamen Reise durch Japan begleitet, die ihn von zu Hause weg und zu unvorhersehbaren Begegnungen führt. Ein Roman, der unterschiedliche, vermeintlich unabhängige, merkwürdige Geschichten erzählt, die irgendwann aufeinandertreffen – eine surreale Welt, die einem unerklärt bleibt und zugleich Aufschluss gibt – eine geheimnisvolle Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Eine fantasievolle Geschichte, die so spannend bleibt, weil alles möglich ist: Nakata, der mit Katzen sprechen kann, Blutegel, die vom Himmel regnen und fragwürdige Figuren, die in Erscheinung treten. Das Werk ist voller Weisheiten und Erkenntnisse, die einen fragend nach mehr hinterlassen.

23. Exit Racism – Tupoka Ogette

Ein Buch, das unfassbar wichtig und unfassbar gut ist. Denn es ist Zeit, dass alle aus dem „Happy Land“ aufwachen. „Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Das Buch begleitet die Leser*innen bei ihrer mitunter ersten Auseinandersetzung mit Rassismus und tut dies ohne erhobenen Zeigefinger. Vielmehr werden die Leser*innen auf eine rassismuskritische Reise mitgenommen, in deren Verlauf sie nicht nur konkretes Wissen über die Geschichte des Rassismus und dessen Wirkungsweisen erhalten, sondern auch Unterstützung in der emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema.“

24. Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist – Şeyda Kurt

Ein moderner Blickwinkel auf die politische Dimension von Liebe und vor allem danach, was Liebe ist. „Kurt nimmt unsere allzu vertrauten Liebesnormen im Kraftfeld von Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus auseinander – und erforscht am Beispiel ihrer eigenen Biografie, wie traditionelle Beziehungsmodelle in die Schieflage geraten, sobald sicher geglaubte Familienbande zerbrechen und hergebrachte Wahrheiten in Zweifel geraten. Denn Liebe existiert nicht im luftleeren Raum. Sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Und sie ist politisch.

25. Tiere essen – Jonathan Safran Foer

Zitat-Ausschnitt der FAZ auf dem Buchrücken: „Wenn ein Buch die Kraft hat, die Welt zum Fleischverzicht zu bekehren, dann ist es `Tiere essen`. Gerade weil es keine Bekehrungsschrift ist, […] sondern ein skrupulöser Bericht, der seine Argumente nur tastend und zögernd entfaltet.“ Das Buch gibt einen Versuch, die elementare Frage danach zu beantworten, warum wir Tiere essen und welche und ob die Menschheit es weiter tun würde, wenn wir die Augen vor der grausamen Massentierhaltung nicht mehr verschließen würden. Aufgrund seines Vaterwerdens hat Foer sich mit dem Thema auseinandergesetzt und in ausführlicher Recherche und zahlreichen Treffen mit Akteur*innen der Branche seine Erkenntnisse darüber zusammengetragen, was Essen für uns Menschen bedeutet und plädiert für ein ethisches Handeln beim Essen.