Häuser von oben. Bild: Pexels

Liebe Parteien, was tut ihr eigentlich fürs Wohnen?

BÜNDNIS 90/Die Grünen

Die Grünen bezeichnen das Thema Wohnen in ihrem Programm als „soziale Frage unserer Zeit“ – eine Einschätzung, die der Realität ziemlich nahe kommt. Um diese Frage zu lösen, schlagen sie verschiedene Ansatzpunkte vor: Die Mittel für den sozialen Wohnungsbau erhöhen, die Rolle der Kommunen stärken, dauerhafte Sozialbindungen schaffen, Mieterhöhungen begrenzen, verlässliche Mietspiegel etablieren. Das Recht auf Wohnen soll zudem ins Grundgesetz aufgenommen werden. Insgesamt gesehen setzt die Partei auf bundesweite Zusammenarbeit: Auch zur Reduzierung und Vermeidung von Obdach- und Wohnungslosigkeit wollen die Grünen ein nationales Aktionsprogramm initiieren. Darüber hinaus sollen Nachzahlungen von Mieten oder Krediten vor allem in Krisenzeiten häufiger möglich sein und Eigenbedarfskündigungen – sofern es das Recht erlaubt – für bestimmte Personengruppen gänzlich untersagt werden.

Ebenso wie die SPD plädieren die Grünen für Gipfel und Gesprächsrunden mit verschiedenen Akteuren des Wohnungsmarktes. Hinsichtlich Spekulationen und Profitmaximierungen vertreten sie eine ähnliche Position wie die Partei Die Linke. In Anbetracht ihres zentralen Themengebiets, dem Umwelt- und Klimaschutz, setzen sich die Grünen zudem für flächen- und energiesparendes Wohnen und Bauen ein. Konkrete Zahlen für den Neubau nennt die Partei ebenfalls: Eine Million zusätzliche Wohnungen sollen es sein. Einziger Knackpunkt: Der Zeitraum, in dem dieser Wert erreicht werden soll, wird in ihrem Parteiprogramm nicht erwähnt.

Was haltet ihr von den Parteiprogrammen?

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Bildquelle: Michael Tuszynski on Pexels, CC0-Lizenz