Wer hat an der Uhr gedreht? Die Geschichte der Zeitumstellung

EIn müder junger Mann stützt sein Gsicht in beide Hände.

Was macht die Zeitumstellung mit unserem Körper?

Manch eine*r wird es gestern und heute gemerkt haben: Schlafprobleme, Appetitlosigkeit und allgemeiner Stress gehören zu den bekanntesten Nebenwirkungen der Zeitumstellung. Knapp ein Drittel der Deutschen klagt über solche Beschwerden, wie eine Umfrage der DAK im Oktober 2019 herausfand. Schwedische Ärzt*innen konnten im Rahmen einer Studie sogar beobachten, dass der Wechsel zur Sommerzeit das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht. Besonders problematisch ist das Drehen an der Uhr für Menschen, die auch sonst unter Schlafstörungen oder organischen Krankheiten leiden. Ihnen kann es helfen, sich bereits einige Tage vorher auf die Zeitumstellung vorzubereiten, indem sie eine Stunde früher ins Bett gehen. So kann sich der Biorhytmus langsam an die neue Uhrzeit gewöhnen. Wer kann, sollte in der folgenden Woche auch länger schlafen und früher zu Abend essen. Zusätzliche Schlafmittel sind allerdings ein absolutes No-Go: Letzten Endes gewöhnt sich der Körper von allein an die ungewohnte Uhrzeit. Bei Einschlafproblemen können natürliche Beruhigungsmittel wie Baldrian oder Johanniskraut helfen, auch Entspannungstechniken wie Meditation oder autogenes Training kommen vielen Menschen zugute. Auf keinen Fall sollte man allerdings gegen die Müdigkeit ankämpfen, sondern lieber eine Pause einlegen oder ein kurzes Schläfchen machen.

Vor oder zurück – wann werden die Uhren in welche Richtung gedreht?

Die Zeitumstellung findet in Deutschland jeweils in der Nacht zum letzten Sonntag im März sowie zum letzten Sonntag im Oktober statt. Im Frühling wird die Uhr von zwei auf drei Uhr um eine Stunde vorgestellt, im Herbst von drei auf zwei Uhr um eine Stunde zurück. Merken könnt ihr euch das mithilfe dieser Eselsbrücke: Im Sommer werden die Garten- und Balkonmöbel vor die Tür gestellt, im Winter wieder zurück in den Schuppen oder Keller. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann sich auch an diesem Sprichwort orientieren: Spring forward, fall back. Das bedeutet so viel wie „springe vorwärts, falle zurück“, enthält gleichzeitig aber auch die entsprechende Richtung der Zeitumstellung in Kombination mit den Jahreszeiten.

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Bildquelle: Christian Erfurt on Unsplash; CC0-Lizenz

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.