Extremwetter in Deutschland: Ist der Klimawandel schuld?

Jemand hat einen pinken Regenschirm in der Hand, um sich vor dem Regen zu schützen.

Extremwettererscheinungen – Zufall oder Klimawandel?

Extremwettererscheinungen wie Starkregen, schwere Gewitter, orkanartige Windböen, sintflutartige Regenfälle, extremer Schneefall oder anhaltende Dürre sind natürliche Phänomene, die prinzipiell als einzelne Ereignisse nicht viel mit dem Klimawandel zu tun haben. Ob bestimmte Wetterverhältnisse wirklich als extrem gelten, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Das Wetter muss statistisch selten in seiner Wiederkehr, seiner Größe und Dauer sein. Während Schnee in Deutschland nichts Außergewöhnliches ist, wären schneebedeckte Pyramiden ein aufsehenerregendes Ereignis und somit eine Extremwettererscheinung. Auch gilt es zunächst zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Das Wetter kann sich schlagartig wechseln – morgens kann die Sonne scheinen und mittags kann es in Strömen regnen. Das Klima ist etwas komplexer und bezeichnet die Gesamtheit des Wetters in bestimmten Regionen über einen langen Zeitraum hinweg. Erst mittels Beobachtungen über mehrere Jahrzehnte können Klimaveränderungen ermittelt werden.

Im Moment kommt es vor allem im Westen von Deutschland immer wieder zu lang anhaltenden, starken Regenfällen. Könnte das ein Zeichen für den Klimawandel sein? Theoretisch ist es möglich, denn es existiert ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der globalen Erwärmung und sintflutartigen Regenfällen. Je mehr sich die Meere erhitzen, desto mehr Wasser verdunstet. Das Wasser wird durch die hohe Lufttemperatur von den Wolken aufgenommen und ergießt sich dann über bestimmte Regionen. Daraus können schwere Überschwemmungen und Hochwasser resultieren, die in der Vergangenheit für viel Verwüstung gesorgt haben. Zwar lassen sich solche starken Regenfälle nicht mit hundertprozentiger Sicherheit dem Klimawandel zuordnen, da es solche Sintfluten auch schon in vergangenen Jahrzehnten gab, jedoch beobachten Wissenschaftler*innen den vermehrten Zuwachs solcher Phänomene in ganz Europa mit Sorge. Von 2001 bis 2019 war fast jeder Ort in Deutschland von starkem Dauerregen betroffen und der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet aufgrund der Klimaerwärmung zukünftig weiter mit solchen Extremwetterlagen in Deutschland.

Wenn mich nicht gerade meine unstillbare Lust nach fantasiereichen Büchern und Filmen umtreibt, habe ich eine Schwäche für tiefgründige Kneipengespräche, kalten Kaffee, einsame Wälder und – natürlich – das Schreiben von alltäglichen, spannenden und neuen Geschichten.