LiebesLeben: Wenn Liebeskummer nicht vergeht

Liebeskummer tut so weh. Bild: Pexels

Katja malt mit Sprache Bilder auf ihre Wortleinwand. In ihrer Kolumne nimmt sie euch mit in ihr Atelier: Als absoluter Gefühlsmensch schreibt sie über die Liebe und das Leben – ein bisschen philosophisch und ein bisschen psychologisch, mit einem Hauch von Melancholie.

Kein anderes Gefühl kann uns so glücklich machen wie die Liebe – aber leider gibt es auch kein anderes Gefühl, das uns auch nur ansatzweise so zerstören kann. Aus ganz unterschiedlichen Gründen: Entweder weil die Liebe unerwidert bleibt, oder weil sich eine*r der Partner*innen trennt, oder weil mal wieder ein heftiger Streit an der Tagesordnung steht. Und Überraschung: Alle drei Szenarien sind auf ihre eigene Art und Weise schrecklich. Ich möchte meine Kolumne diese Woche gern dazu nutzen, mich darüber auszukotzen, wie ätzend Liebeskummer ist.

Unerwiderte Liebe kenne ich zugegebenermaßen nur aus der Schulzeit, aber ich weiß immer noch, wie furchtbar es sich angefühlt hat, erst für Ewigkeiten in der Friendzone zu landen und dann plötzlich aus heiterem Himmel wie Luft behandelt zu werden. Ja, theoretisch weiß man, dass solche Menschen es eigentlich nicht wert sind, dass man Zeit und Energie in sie investiert – aber sag das mal jemandem, der hoffnungslos verknallt ist. Und das Schlimmste daran: Es wird nicht wirklich besser. Denn dieses Verknalltsein kann einem schließlich nicht nur mit 15, sondern auch mit Mitte 20 noch passieren. Zwar checkt man dann wahrscheinlich früher, dass es wohl nichts wird und kann sich schneller wieder von dem Gefühl lösen, aber das Kribbeln im Bauch ist genau dasselbe. Und auch der Schmerz ist zwar nicht von langer Dauer, aber trotzdem tut es irgendwie weh, wenn man sich extra schick gemacht hat und aufgeregt ist, weil man weiß, dass diese Person heute auf derselben WG-Party sein wird – und man dann wie Luft behandelt wird. Schon in diesem Szenario fühlt sich Liebeskummer scheiße an. Aber in einer Beziehung Herzschmerz zu haben, ist meiner Erfahrung nach nochmal eine ganz andere Nummer als wegen unerwiderter Liebe.

Ein Freigeist in Freiheit. Ich bin verliebt in den Sommer und schöne Worte. Wenn ich nicht gerade schreibe, sitze ich wahrscheinlich mit einem Roman irgendwo am Wasser. Oder auf alten Zeitungen, um jede Menge Farbe auf unbeschriebene Blätter zu klatschen. Aber am allerliebsten lebe ich: la vida loca!