Feeld, Candidate und Wayvs: Die spannendsten Tinder Alternativen

Date

Tinder, Bumble und Co. kennen wir mittlerweile sicher alle. Man swiped rechts, man swiped links, die Abfrage der Persönlichkeitsmerkmale ist mal mehr und mal weniger gut und irgendwie hat man doch immer wieder das Gefühl, ständig die gleichen Leute zu treffen. Langeweile macht sich breit. Doch keine Angst, denn wir haben uns mal nach ein paar alternativen Dating-Apps umgeschaut und sind fündig geworden. Hier folgen nun also fünf Apps, auf denen ihr vielleicht noch nicht angemeldet wart. Los geht’s!

Wayvs

Keine Lust zu tippen? Dann ist Wayvs genau das richtige für euch. Denn hier entfällt das Schreiben komplett. Stattdessen schicken sich die Nutzer*innen Sprachnachrichten hin und her. Auch in den Profilen findet man anstatt der üblichen Personenbeschreibungen („Jana, 23, aus Köln. Mag Strandurlaube und Podcasts“) Audio-Snippets, in denen man sich bereits vor einem Like die Stimme des potentiellen Matches anhören kann. Wem die Stimme mindestens genau so wichtig ist, wie das Aussehen, dem wird Wayvs gefallen. Die App-Idee hatte ein Berliner Startup während der Pandemie, denn Gründerin Franziska Focken fand die vorhandenen Apps zu oberflächlich und viel zu langweilig. Sie wollte das Dating menschlicher machen. Keine schlechte Idee! Seither ist nun Wayvs auf dem Markt und läuft sowohl auf iOS als auch auf Android.

Happn

Wer Spotted kennt und mag, dem wird auch die Idee hinter happn gefallen. Die App zeigt euch an, welche anderen Nutzer*innen euch im Laufe des Tages begegnet sind und gibt euch die Möglichkeit diese (nachträglich) anzusprechen. Liked die andere Person zurück, könnt ihr dann miteinander schreiben. Der Nachteil der App wird jedoch überall da deutlich, wo sich tagtäglich nicht so viele verschiedene Menschen begegnen oder einfach nicht so viele Personen die App nutzen. Wer auf dem Dorf wohnt, wird hier sicher mehr Probleme haben als das Großstadtkind.

Feeld

Ganz klar, bei Feeld geht es nicht darum die große Liebe zu finden, sondern darum Partner*innen zu suchen, mit denen man die eigenen Fantasien ausleben kann. Was im ersten Moment für viele abschreckend wirken mag, entpuppt sich auf den zweiten Blick als gut durchdachte, offene und respektvolle Nutzerbasis. Die Vorteile von Feeld liegen auf der Hand: Die App ermöglicht es Menschen offen mit ihren sexuellen Fantasien umzugehen und Gleichgesinnte zu finden. Dabei ist sie jedoch weit von Dickpics und dergleichen entfernt, denn Nacktheit ist hier strengstens verboten. Auch in Sachen Repräsentation ist Feeld ganz weit vorne mit dabei: Während ihr euch bei anderen Dating-Apps auf eine der binären Geschlechtsidentitäten festlegen müsst, bietet Feeld gleich 15 verschiedene Identifikationsmöglichkeiten an.

Candidate

Candidate ist ein bisschen wie die Dating-Show „Herzblatt“, nur eben für’s Smartphone. Bei Candidate ist man tatsächlich besser aufgehoben, wenn man nach etwas festem sucht, denn die App braucht etwas mehr Zeit und man muss schon gewillt sein, sich auf tiefgründige Gespräche einzulassen. Denn wie auch bei Wayvs, sollen die Nutzer*innen hier nicht mit ihrem Äußeren punkten. Das Herzstück der App ist eine Art Frage-Antwort-Spiel, bei dem jede*r Nutzer*in einen Fragenkatalog erstellt, auf den andere dann antworten können. Gefallen die Antworten, kommt es zu einem Match. Erst jetzt kann man das Profilbild des jeweils anderen sehen. Wer also nicht so genau weiß, wie man in ein gutes Gespräch einsteigt oder abseits von Äußerlichkeiten daten will, der wird bei Candidate fündig.

g33kdating

Natürlich gibt es nicht nur Apps, die für die breite Masse gemacht sind. Dass das gut funktionieren kann, beweist g33kdating. Eine App, die sicher auch Sheldon Cooper gefallen hätte. Hier geht es nicht unbedingt darum, die Liebe für’s Leben zu finden, sondern vor allem Gleichgesinnte in einem ganz bestimmten Bereich zu suchen: Cosplay und Online-Games. Da ist es Hilfreich, dass die Profilübereinstimmung bei g33kdating ziemlich gut ausgefeilt ist. Nutzer*innen müssen hierfür zunächst einen Persönlichkeitstest durchlaufen, auf Basis dessen dann passende Partner*innen vorgeschlagen werden. Kommt ein Match zustande, so funktioniert die Plattform nahezu wie Tinder, nur die Themen sind anders gelagert.

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Bildquelle: cottonbro von Pexels; CC0-Lizenz

Dorfkind und Wunschgroßstädterin. Veganerin mit Vollmilchschokoladen-Problem. Indie-Fan mit Schlager-Playlist. Frühaufsteherin mit Nachtschwärmersyndrom. Pragmatikerin mit dem Kopf in den Wolken. Unterm Strich: Genauso verloren in meinem Lebensentwurf, wie es meiner Generation immer nachgesagt wird.