Die Causa Scholz: How to Get Away with Murder und Finanzskandalen

Foto von Olaf Scholz. Bildquelle: bundesfinanzmimnisterium.de

Es ist (fast) offiziell: SPD, Grüne und FDP werden gemeinsam regieren. An dieser Stelle könnte ein Wortspiel à la „Grünes Licht für die Ampel“ stehen – aber weil eine Regierung unter der Führung von Olaf Scholz auch durch schlechte Wortspiele nicht lustiger wird, kommen wir lieber sofort zur Sache.

Mittlerweile dachte sich der ehemalige Parteivorsitzende der CDU offenbar: Ach, Armin, Laschet doch einfach – und hat zu unser aller Erleichterung das Handtuch geworfen. Nach diesem Artikel soll auch ganz bestimmt niemand die falschen Schlüsse ziehen und glauben, Laschet wäre die bessere Option gewesen. Aber mal ernsthaft: Olaf Scholz?

Sicher, Olaf scheint ganz nett zu sein – und er vermittelt vielleicht so etwas ähnliches wie Sicherheit. Zumindest sorgen seine monotone Stimmlage und sein Mangel an verschiedenen Gesichtsausdrücken bestimmt dafür, dass Bürger*innen keine Angst davor haben, dass er zu impulsive Entscheidungen treffen könnte.

Aber schauen wir uns den (vermutlich) zukünftigen Bundeskanzler doch einmal genauer an. Und das ist wörtlich gemeint, denn man muss wirklich genauer hinsehen, um bei den ganzen Skandalen überhaupt durchzublicken. Olaf Scholz ist wie der Facebook-Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

How to Get Away with Murder – Wie Scholz den Tod eines Menschen in Kauf nahm

Machen wir zuerst eine kleine Zeitreise in das Jahr 2001. Damals war Olaf Scholz als Teil einer rot-grünen Koalition Innensenator in Hamburg. Die Prognosen für die bevorstehende Wahl sahen für Rot-Grün allerdings nicht besonders rosig aus (Quelle: taz.de). Der Rechtspopulist Ronald Schill und dessen Partei räumten hingegen in Umfragen ab. Das bereitete Scholz – zu Recht – Sorgen. Glücklicherweise war er aber nicht nur Innensenator, sondern auch für den Wahlkampf der SPD zuständig. So machte er ein strategisches Wahlversprechen und übernahm einen offenbar entscheidenden Programmpunkt der CDU und der sogenannten Schill-Partei, um ihnen das Wasser abzugraben. An sich ist das doch sehr löblich – wenn es dabei nicht gerade um die Einführung einer menschenrechtswidrigen Methode ginge.

Scholz hat nämlich eingeführt, dass die Polizei Menschen zwingen darf, Brechmittel einzunehmen. Der Sinn der Methode besteht darin, dass verschluckte Drogenkügelchen als Beweismittel sichergestellt und mutmaßliche Dealer so überführt werden sollen.

Ein Freigeist in Freiheit. Ich bin verliebt in den Sommer und schöne Worte. Wenn ich nicht gerade schreibe, sitze ich wahrscheinlich mit einem Roman irgendwo am Wasser. Oder auf alten Zeitungen, um jede Menge Farbe auf unbeschriebene Blätter zu klatschen. Aber am allerliebsten lebe ich: la vida loca!