Tipps gegen den Novemberblues

Der Herbst kann auch wahnsinnig gemütlich sein. Bild: Unsplash

Die Tage werden kürzer und noch kürzer nach der Zeitumstellung. Die Blätter sind bunt und die Sonnenstunden rar – der ist Herbst längst da. Und mit ihm wird auch das Leben, an das wir uns im Sommer so sehr gewöhnt haben, ein anderes sein. Keine lauen Sommernächte mehr, die man draußen verbringt, kein T-Shirt-Wetter mehr. Stattdessen gibt es Zwiebellook und Frostbeulen. Das macht die Umstellung umso schwerer.  

Doch, was kann man tun, wenn man morgens schon mit dem falschen Bein aufsteht, weil es in der Früh regnet und man friert, obwohl die Heizung auf fünf hochgedreht ist? Und wie motiviert man sich bitte noch, nach der Arbeit rauszugehen und etwas zu unternehmen, wenn es draußen schon dunkel ist?

Ich zumindest bin dann grundlos schlecht drauf und weiß gar nicht so genau, weshalb eigentlich, und dieser Fakt stimmt mich noch missmutiger. Der November ist für mich oftmals ein Auf und Ab der Gefühle. Im Dezember habe ich mich dann meist an die kalte Jahreszeit gewöhnt. Denn es fällt einfach schwer, keine gute Laune zu haben, wenn es überall nach Plätzchen duftet und Last Christmas aus den Lautsprechern tönt. Denn obwohl die Welt draußen dunkel ist, brennen die Lichter in den Herzen hell. Aber bis zum Dezember ist es noch fast ein ganzer Monat hin und der November ist kein Zuckerschlecken. Wie also stellt man sich auf eine Jahreszeit ein, wenn man noch nicht bereit ist loszulassen, wenn man sich eben noch nicht daran gewöhnt hat?

Alles Einstellungssache?

Also erst einmal ist es okay, auch mal schlecht drauf zu sein. So wie es nicht immer Sommer sein kann, kann man selbst auch nicht immer gut gelaunt sein. Und je weniger man sich dagegen versperrt und wehrt, desto schneller vergeht die schlechte Stimmung. Aber Achtung, bei Depressionen solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen. Oft kann es schon helfen, wenn man sich der Situation annimmt, sich selbst ein paar Tage Zeit gibt, um sich auf die neue Situation einzustellen. Denn klar, der Sommer war einfach genial, weil man so viel erlebt hat. Doch ist der Herbst nicht die perfekte Zeit, nun all das Geschehene sacken zu lassen, zu reflektieren und einmal wieder zu sich zu kommen, anzukommen und so richtig zu entspannen? Vielleicht kann man den Herbst auch als eine Chance begreifen, als einen Übergang zwischen warm und eiskalt, zwischen Abenteuer und Entspannung, zwischen der Welt und mir selbst. Letzten Endes muss man einfach…

…Das Beste daraus machen:

Während im Sommer die Tage vollgepackt waren mit Abenteuern und viel unterwegs sein, ging doch eine Sache oft auch unter. Me-Time oder Two-Time mit dem*der Partner*in. Einfach auch mal NICHTS tun. Oder zumindest mal nicht so viel. Denn auch der November hat so einiges zu bieten.

Hier ein paar Tipps:

Als Bücherwurm das Licht der Welt erblickt, verzehrt sie auch heute noch Kästner, Precht und Heidegger zum Frühstück. Auf der Suche nach der perfekten Metapher treibt sie das Fernweh in die schönsten Schlupfwinkel der Erde. Wenn sie nicht schreibt oder liest, findet man sie in den Bergen, beim Klettern, oder auf ihrem Pferd durch die Großstadtprärie reitend.